Der ukrainische Außenminister Andriy Sybiha hat eine beunruhigende Prognose abgegeben: Die Eskalation der russischen Aggression im Schwarzen Meer wird unvermeidlich zu einem globalen Preisschock bei Lebensmitteln führen. In einer Erklärung, die er in Kroatien abgab, warnte der Diplomat, dass die Ernährungssicherheit der Welt bedroht ist und die härtesten Folgen die verwundbarsten Bevölkerungsschichten treffen werden.

Lebensmittel als Kriegsinstrument

Sybiha betonte, dass Russland gezielt zivile Frachtschiffe angreift und das Schwarze Meer zu einer Zone des Schreckens macht. Nach seinen Worten nutzt Moskau den Hunger als Waffe, um die Situation in der Region zu destabilisieren. Wenn die Angriffe nicht aufhören, wird der daraus resultierende wirtschaftliche Schock eine Katastrophe für die ärmsten Länder und Bevölkerungsgruppen werden.

„Russland tut mit dem Schwarzen Meer und der Ernährungssicherheit dasselbe, was der Iran mit der Straße von Hormus und der Energiesicherheit getan hat', erklärte der Minister und zog eine direkte Parallele zu Krisen in anderen strategisch wichtigen Punkten der Erde.

Folgen für den Welthandel

Die Situation verschärfte sich nach dem Vorfall in der Nacht zum 24. Juli, als in der ausschließlichen Wirtschaftszone Rumäniens das Handelsschiff „Christiana B' beschädigt wurde. Das Frachtschiff war von den USA nach Ukraine unterwegs. Dieser Vorfall bestätigte erneut, dass der ukrainische Seehandel faktisch zum Erliegen gekommen ist aufgrund ständiger Angriffe auf die Hafeninfrastruktur und ausländische Handelsschiffe.

Aufruf zur globalen Solidarität

Der ukrainische Minister forderte die internationale Gemeinschaft auf, nicht schweigend zuzusehen und sofort zu handeln. Er empfahl den Ländern der Region dringend, sich an Wladimir Putin zu wenden und die Angriffe auf die Freiheit der Schifffahrt einzustellen. Sybiha ist der Ansicht, dass nur globale Solidarität verhindern kann, dass Lebensmittel zu einem Instrument des Terrors werden.