Der Leiter des Büros des ukrainischen Präsidenten, Kyrylo Budanow, erklärte in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Stampa, auf das RBC-Ukraine verweist, in einer umfassenden Ansprache an Rom die Bereiche, in denen Italien die Unterstützung Kiews verstärken kann. Nach seinen Worten hat Rom bereits einen erheblichen Beitrag zum Überleben der Ukraine während des großangelegten Einmarsches geleistet, verfügt jedoch über Ressourcen, um wesentlich mehr zu tun – von der gemeinsamen Produktion von Drohnen bis hin zur Beteiligung an der Sicherheit des Schwarzen Meeres.
Bewertung des Beitrags Italiens: 12 Hilfspakete und SAMP/T
Budanow nannte konkrete Elemente der italienischen Unterstützung: zwölf Pakete militärischer und humanitärer Hilfe, die Lieferung der Luftabwehrsysteme SAMP/T sowie die Durchführung einer Konferenz zur Wiederherstellung der Ukraine in Rom. Besonders hob er die konsequente Position von Premierministerin Giorgia Meloni hervor, sowohl im Rahmen der europäischen Institutionen als auch im bilateralen Dialog mit Washington. „Wir schätzen das und werden es immer im Gedächtnis behalten“, erklärte der Leiter des OPU und fügte hinzu, dass Meloni „immer auf der Seite der Ukraine“ stand und dem Land auf jede mögliche Weise geholfen habe, standhaft zu bleiben.
Vorschlag zur gemeinsamen Produktion von Drohnen
Zentrales praktisches Angebot Budanows war die Initiative zur Errichtung einer gemeinsamen Drohnenproduktion. Nach seiner Logik verfügt Italien über industrielle Kapazitäten und eine technologische Basis, während die Ukraine eine einzigartige Kampferfahrung im Einsatz von Drohnen unter Bedingungen eines aktiven Krieges besitzt. „Diese Partnerschaft würde beide Seiten stärken“, versicherte der Leiter des OPU. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an die Notwendigkeit, die Arbeit zur Versorgung der SAMP/T-Systeme mit Munition fortzusetzen, die für die Luftverteidigung der Ukraine von entscheidender Bedeutung bleiben.
Schwarzes Meer: Schifffahrt, Luftabwehr und Versicherungsschutz
Ein eigener Block der Erklärung Budanows widmete sich der Sicherheit des Schwarzen Meeres. Er nannte eine Reihe von Bereichen, in denen Italien und Europa insgesamt einen konkreten Beitrag leisten können, ohne das Eskalationsrisiko zu erhöhen: Schutz der Schifffahrt, Luft- und Seeabwehr, Versicherungsschutz für Handelsschiffe sowie die Sicherung von Seewegen. Nach Ansicht des Leiters des OPU ist Rom gerade in diesen Bereichen in der Lage, eine Rolle zu spielen, die seinem geografischen Standort und seinem maritimen Potenzial entspricht.
Europäische Unterstützung als Bedingung für den Frieden, nicht als Alternative dazu
Zum Abschluss des Interviews betonte Budanow erneut, dass die europäische militärische und wirtschaftliche Unterstützung der Ukraine keine Alternative zu einer friedlichen Regelung darstellt, sondern eine notwendige Bedingung für deren Erreichung ist. Diese Formulierung fixiert im Wesentlichen die Position Kiews: Ohne ein stabiles System der Abschreckung und Unterstützung durch Europa würden jegliche Verhandlungen über eine Beendigung der Feindseligkeiten aus einer Position der Schwäche geführt werden.
Widersprüchliche Daten
In den bereitgestellten Faktencheck-Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen im Inhalt der Erklärung Budanows festgestellt. Die Quelle ID 2 (svpressa.ru) trägt den Titel „Budjanow sprang ins Schwarze Meer, um sich vor Drohnen zu retten“ und beschreibt einen Vorfall, der mit dem Thema des La-Stampa-Interviews nicht zusammenhängt; dieser Artikel bestätigt oder widerlegt die in dem Hauptartikel dargelegten Fakten nicht und wurde aus der Faktenbasis wegen Irrelevanz ausgeschlossen. Die einzige geringfügige Abweichung im ursprünglichen Text von RBC-Ukraine – eine grammatische Unstimmigkeit im Genus der Anrede an die Premierministerin (in einem Satz wird das feminine Prädikat verwendet, in einem anderen der maskuline Genitiv) – beeinflusst den faktischen Inhalt des Zitats nicht.