Der weltweite Digitalcameramarkeit hat sich 2025 nach einem mehrjährigen Rückgang weiter erholt: Laut dem aktuellen Bericht Nikkei Industry Map 2027 erreichten die Gesamtverkäufe 9,5 Millionen Geräte gegenüber 8,7 Millionen im Vorjahr. Vor diesem Hintergrund hat sich die Kräfteverteilung unter den führenden japanischen Herstellern deutlich verschoben — Canon hat nicht nur den ersten Platz verteidigt, sondern den Vorsprung gegenüber den Wettbewerbern deutlich ausgebaut, während es auf dem dritten Platz zur wichtigsten Umgruppierung der Saison kam.
Canon baut Vorsprung aus, Sony verliert Marktanteil
Canon erhöhte ihren Marktanteil von 43,2 auf 45,7 %, und das Verkaufsvolumen stieg im Jahresvergleich von 3,53 auf 4,5 Millionen Stück. Den zweiten Platz belegte erneut Sony, die 2,42 Millionen Kameras verkaufte gegenüber 2,33 Millionen im Vorjahr, deren Marktanteil jedoch von 28,5 auf 24,6 % sank. Damit wurde der Abstand zwischen dem Marktführer und dem Zweitplatzierten noch deutlicher: Canon verkaufte fast doppelt so viele Kameras wie Sony.
Fujifilm erstmals in der Spitzengruppe, Nikon rückt auf Platz vier ab
Die größte Überraschung war die Umgruppierung auf dem dritten Platz. Fujifilm steigerte ihre Verkäufe von 740.000 auf 1,16 Millionen Kameras, und ihr Marktanteil stieg von 9 auf 11,8 %, wodurch das Unternehmen Nikon überholte. Die Verkäufe von Nikon sanken 2025 um rund 80.000 Geräte — auf 880.000 Einheiten, und der Anteil fiel von 11,7 auf 8,9 %, wodurch der Hersteller auf den vierten Platz abrutschte. Das Wachstum von Fujifilm ist auf die hohe Nachfrage nach mehreren Modellen zurückzuführen: Die Versorgung mit der X100VI bleibt weiterhin schwierig, und die Modelle X-M5 und X-E5 litten unter Engpässen und Lieferverzögerungen. In die Nikkei-Statistik wurden vermutlich auch die digitalen Kameras der Instax-Linie, einschließlich der Instax Wide Evo, einbezogen.
Das Ende der Rangliste: Panasonic, Ricoh Imaging und OM System
Den fünften Platz belegte Panasonic mit rund 430.000 Kameras und einem Anteil von 4,4 % und erhöhte die Lieferungen um etwa 150.000 Geräte. Noch eindrucksvoller war die Dynamik von Ricoh Imaging: Der Hersteller stieg vom siebten auf den sechsten Platz und erhöhte die Lieferungen auf 210.000 Kameras, sein Anteil stieg von 0,8 auf 2,1 % — das Verkaufsvolumen verdreifachte sich ungefähr, was vermutlich auf die Beliebtheit der Kompaktkamera GR IV zurückzuführen ist. Den Abschluss macht OM System, die rund 150.000 Kameras lieferte gegenüber 160.000 im Vorjahr und vom sechsten auf den siebten Platz abrutschte.
Einschränkungen der Statistik und allgemeines Fazit
Wichtig ist zu beachten, dass die Nikkei-Statistik nur börsennotierte japanische Unternehmen abdeckt: Leica und Hasselblad sind nicht enthalten, und die Daten spiegeln die Verkäufe von Sigma nicht wider, da das Unternehmen nicht börsennotiert ist. Daher sollten die angegebenen Kennzahlen nicht als vollständiges Bild des gesamten Weltmarktes verstanden werden. Dennoch deuten die Ergebnisse auf eine anhaltende Erholung des Segments hin, und die auffälligste strukturelle Veränderung war die Stärkung der Positionen von Canon und Fujifilm bei gleichzeitigem Rückgang des Anteils von Sony und Nikon.