Eingelegte Tomaten ohne Haut, großzügig angereichert mit duftendem Kräutern, Knoblauch und einem süß-sauren Marinade, gehören zu den Beilagen, die ein gewöhnliches Abendessen sofort aufpeppen. So beschreiben die Chersoner „nackten“ Tomaten im kulinarischen Projekt Styler von RBC-Ukraine. Der größte Vorteil des Rezepts ist die Geschwindigkeit: Die Beilage kann schon nach einem Tag auf den Tisch, statt wochenlang auf klassische Wintervorräte zu warten. Dafür reichen normale saisonale Tomaten, frische Kräuter und einige einfache Gewürze aus, während der besondere Geschmack von der Marinade mit dem genau abgestimmten Verhältnis von Salz, Zucker und Essig bestimmt wird.

Haut entfernen und Tomaten vorbereiten

Die erste und wichtigste Etappe ist die Vorbereitung des Gemüses. In jede Tomate werden kreuzförmige Schnitte gemacht, danach werden sie zwei bis drei Minuten mit kochendem Wasser übergossen. Anschließend wird das Gemüse sofort in eiskaltes Wasser gelegt, damit sich die Haut leicht vom Fruchtfleisch löst. Die geschälten „nackten“ Tomaten werden zarter und nehmen die Marinade besser auf, was der Beilage ihren charakteristischen weichen Geschmack verleiht. Gerade diese Behandlung unterscheidet das Rezept vom klassischen Einlegen ganzer Früchte.

Kräuter, Knoblauch und die Basis der Marinade

Die aromatische Basis bilden Dill und Petersilie, die fein gehackt werden, während der Knoblauch durch die Presse gedrückt und mit den Kräutern vermischt wird. Separat wird die Marinade zubereitet: Wasser wird mit Salz und Zucker zum Kochen gebracht, etwa eine Minute aufgekocht, vom Herd genommen und erst dann wird der Essig hinzugegeben. Die wichtigste Regel — die Marinade vollständig abkühlen lassen, bevor man sie über die Tomaten gießt. Diese Reihenfolge erhält die Form des Gemüses und verhindert, dass es unter dem Einfluss der heißen Lösung zerfällt.

Glas füllen und ziehen lassen

In ein sauberes Glas werden die Tomaten in Schichten gelegt, abwechselnd mit der Kräutern-Knoblauch-Mischung. Für mehr Tiefe kommen Lorbeerblatt und schwarzer Pfeffer in Körnern hinzu. Danach wird der Inhalt mit der kalten Marinade bis zum Rand aufgefüllt und mit dem Deckel verschlossen. Das Glas wird mindestens 24 Stunden in den Kühlschrank gestellt — nach einem Tag kann die Beilage serviert werden. Die gekühlte Präsentation unterstreicht die Frische der Kräuter und das Gleichgewicht der süß-sauren Marinade.

Tipp der Foodbloggerin: Den Tomaten Zeit zum Ziehen geben

Die Foodbloggerin Myroslava Pekaryuk betont, dass die Tomaten desto aromatischer werden und desto besser von der Marinade durchzogen sind, je länger sie ziehen. Das bedeutet, dass die Beilage nicht zwingend genau am nächsten Tag gegessen werden muss: Bei Bedarf kann sie länger im Kühlschrank bleiben, damit sich der Geschmack voll entfaltet. Das Rezept bleibt einfach und erfordert keine seltenen Zutaten, was es für die Zubereitung zu Hause in der Saison frischer Tomaten bequem macht.