In der Provinz Hebei (China) wurde ein Vorfall bestätigt, bei dem ein Großhändler illegal eine Formaldehydlösung verwendet hatte, um die Frische von Partien Chinesischem Kohl vor dem Verladen und dem Transport zu erhalten. Dies gaben die lokalen Behörden des Kreises Kanbao (Stadt Zhangjiakou) sowie die Zeitung „Renmin Ribao“ am 22. August 2026 bekannt. Laut den vorläufigen Ermittlungen erwies sich die Information, die in einem Video eines Bloggers am selben Tag veröffentlicht wurde, als zutreffend: Mehrere zufällig zur Prüfung entnommene Kohlpakete waren tatsächlich mit einer krebserregenden Substanz der Gruppe 1 behandelt worden.
Chronologie: Vom Bloggervideo zur Festnahme
Der Vorfall wurde am 22. August öffentlich bekannt, als ein Blogger ein Videomaterial veröffentlichte, in dem er behauptete, dass die in der Kreisstadt Kanbao zur Auslieferung bestimmten Kohlpakete mit Formaldehyd behandelt worden seien. Am selben Tag erklärte die Kreisregierung, dass die zuständigen Behörden unverzüglich zur Ortstermin-Prüfung mobilisiert würden. Die Polizei ergriff gemäß dem geltenden Recht Zwangsmaßnahmen gegen die beteiligten Personen und Fahrzeuge. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts befand sich der Fall noch in der Ermittlungsphase.
Offizielle Reaktion und Umfang der Prüfungen
Die Behörden des Kreises Kanbao verfolgen in dringender Form die Herkunft und das Bestimmungsort der betroffenen Kohlpakete. Parallel dazu werden umfassende Prüfungen auf allen Stufen der Kette – vom Einkauf über den Transport bis hin zum Einzelhandel mit Gemüse – durchgeführt, um ähnliche Verstöße aufzudecken und zu unterbinden. Wie die lokalen Behörden betonten, geht es bei den Prüfungen nicht nur darum, die konkreten Schuldigen zu ermitteln, sondern auch darum, ein Wiederholen solcher Vorfälle in der Region auszuschließen, die einer der wichtigsten Lieferanten von Kohl für den Binnenmarkt der VR China ist.
Rechtsrahmen und gesundheitliche Gefährdung
Gemäß dem Lebensmittelgesetzbuch der VR China und dem Gesetz über die Qualität und Sicherheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse muss die Verwendung jeglicher Mittel zur Frischhaltung, Konservierungsmittel und anderer Substanzen bei der Verpackung, Lagerung, dem Einlagern und dem Transport landwirtschaftlicher Erzeugnisse strikt den nationalen Lebensmittelsicherheitsstandards entsprechen. Formaldehyd (Methanal) wird vom Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft, und seine Verwendung in der Lebensmittelindustrie auf dem Gebiet Chinas ist strengstens verboten. Ein Verstoß gegen dieses Verbot zieht strafrechtliche Verantwortung nach sich.
Wirtschaftliche Folgen und Haltung der Presse
In einem am 22. August von der „Renmin Ribao“ veröffentlichten Kommentar nannten die Journalisten des Blatts den Vorfall einen „äußerst schwerwiegenden Verstoß“. Ihren Worten zufolge hätten Händler, die bestrebt waren, das Aussehen des Kohls zu verbessern und die Verluste beim Transport zu minimieren, die Risiken für die Gesundheit der Verbraucher ignoriert und „die rote Linie des Gesetzes überschritten sowie die grundlegenden ethischen Normen verletzt“. Besonders hervorgehoben wurde, dass ein solches Verhalten dem Ruf der lokalen landwirtschaftlichen Erzeugnisse insgesamt schadet und ehrlichen Landwirten, die alle geltenden Normen einhalten, abträglich ist. Experten weisen darauf hin, dass der Vorfall das Vertrauen der Verbraucher in Produkte aus der Region Hebei beeinträchtigen und die Anforderungen an die Kontrolle auf Großmärkten in der gesamten Provinz verschärfen könnte.