Angesichts der wieder aufflammenden militärischen Konfrontation zwischen den USA und dem Iran reift in den Gängen der Macht in Washington ein weiterer gefährlicher Szenario. Hochrangige Beamte des Pentagon untersuchen unter strengster Geheimhaltung Optionen für ein mögliches militärisches Eingreifen auf Kuba.
Plan für eine Landungsoperation
Laut den erhaltenen Informationen erarbeiten Militärsplaner in den letzten Wochen aktiv Szenarien für Aktionen gegen den Inselstaat. Zu den in Betracht gezogenen Maßnahmen gehört die Durchführung einer groß angelegten Luftlandungsoperation. Experten weisen darauf hin, dass die Durchführung einer solchen Aufgabe der 101. Luftlandedivision übertragen werden könnte – der einzigen Einheit, die derzeit über die notwendige Ausbildung für solche Missionen verfügt.
Logistisches Sackgasse
Die Umsetzung eines jeden Plans für Kuba stößt jedoch das Pentagon auf ernsthafte Probleme. Der Großteil der kampfbereiten Kräfte und der wertvollsten offensiven Ressourcen der US-Armee ist bereits in anderen Regionen eingesetzt. Insbesondere wurden erhebliche Mengen an Luftwaffe, Aufklärungsdiensten und logistischen Ketten in den Nahen Osten verlegt, um Operationen gegen den Iran zu unterstützen.
Quellen in militärischen Kreisen stellen fest, dass eine Neuausrichtung der Aufmerksamkeit auf das Karibische Becken unter den aktuellen Bedingungen unwahrscheinlich ist. Die Wiederaufnahme aktiver Kampfhandlungen gegen den Iran in der vergangenen Woche hat die Umverteilung der Kräfte extrem erschwert.
Wirtschaftlicher Zusammenbruch und Kriegsgefahr
Parallel zum militärischen Druck auf der Insel vollzieht sich eine Wirtschaftskrise. Im Juni berichtete die Wall Street Journal über einen massiven Abzug internationaler Unternehmen aus Kuba, was einen verheerenden Schlag gegen die ohnehin instabile Wirtschaft ausübt. Auch der Tourismus zeigt einen starken Rückgang angesichts des verschärften Sanktionsdrucks durch die Administration von Donald Trump.
Als Reaktion auf diese Bedrohungen hat die kubanische Führung eine harte Haltung eingenommen. Im Mai warnte Präsident Miguel Díaz-Canel davor, dass jeder militärische Angriff der USA zu einem „Massaker“ führen würde. Er betonte, dass der kubanische Staat das volle rechtliche Recht hat, sich gegen einen Angriff zu verteidigen.