Am 3. September kommt „Das perfekte Werkzeug“ (Onslaught) in die Kinos – ein neuer Action-Thriller des A24-Studios von Regisseur Adam Wingard, bekannt für „Godzilla gegen Kong“ und die „Dead-Dallas“-Reihe. Wingard selbst beschreibt das Genre des Films als „A-plus-B-Movie“ – ein Film mit der Energie des Oldschool-Genrekinos, aber mit den Möglichkeiten einer modernen Großproduktion gedreht. Der Film stützt sich bewusst auf die Ästhetik der 80er Jahre, die den Geschmack des Regisseurs geprägt hat: Zu seinen wichtigsten Referenzen zählen „Terminator“ und „Alien“, und der synthetische Sound sowie die Stilisierung an klassische Horrorfilme dienen als zentrale Stimmungsinstrumente.

Genres-Mix: Action, Slasher, Sci-Fi und Horror

„Das perfekte Werkzeug“ beschränkt sich nicht auf ein einzelnes Genre: Hier trifft Action auf Slasher, Science-Fiction und Horror. Die Handlung dreht sich um drei experimentelle Supersoldaten, die aus einem geheimen Labor ausbrechen und die Jagd auf alle beginnen, die ihnen in die Quere kommen. Wingard hat diese Krieger als Hybrid aus Kriegsmaschine und Slasher-Monster konzipiert – sie spüren kaum Schmerz, überstehen direkte Treffer und bewegen sich unablässig auf ihr Ziel zu. Der Regisseur nennt sie selbst seine „G.I. Joe aus der Hölle“ und schafft damit bewusst eine moderne Version der unerbittlichen Monster klassischer Horrorfilme.

Adria Arjona im Sarah-Connor-Modus

Im Zentrum der Geschichte steht Celeste, eine ehemalige militärische Scharfschützin und Mutter, die in einem abgelegenen Wohnwagenpark lebt und versucht, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Nach dem Auftauchen dreier nahezu unvernichtbarer Supersoldaten muss sie wieder auf Fähigkeiten zurückgreifen, die ihr einst das Überleben sicherten. Für Adria Arjona wurde die Rolle zu einer grundlegend neuen Herausforderung: Laut der Schauspielerin umfasste die Vorbereitung tägliche zwei- bis dreistündige Trainingseinheiten und eine strenge Diät. „Das war physisch extrem hart. Kaffee zu trinken war das Einzige, was mich auf den Beinen hielt. Aber das Schwerste war, den Umgang mit schwerem Gerät neben einem Kind zu meistern“, erzählte sie und fügte hinzu, dass ihr bei der Arbeit mit einer 20-Pfund-Kettensäge oder einer Scharfschützenwaffe in einer Szene mit ihrer Leinwand-Tochter der wichtigste Gedanke war, den Raum freizuräumen und die Sicherheit des Kindes zu gewährleisten.

Supersoldaten und die erste Kinorolle eines UFC-Champions

Die Hauptfigur der Antagonisten – den Metzger – spielt Alex Pereira, UFC-Champion, für den „Das perfekte Werkzeug“ die erste große Kinorolle wurde. Seine Physischkeit wirkt laut Regisseurseinsicht besser als jede verbale Erklärung: Das Maßstab der Figuren entfaltet sich in voller Größe erst auf der großen Leinwand, besonders wenn sie sich in derselben Szene mit der Heldin wiederfinden, die gezwungen ist, sie praktisch im Alleingang aufzuhalten. In internationalen Rezensionen wird der Film als „lean, loud“ Genre-Action beschrieben – kurz, laut und ohne überflüssigen Ballast, in dem Schießereien, Verfolgungsjagden, Kämpfe und Explosionen einander ohne lange Erklärpausen ablösen.

Warum die A24-Version der Action den großen Bildschirm verlangt

Das A24-Studio ist längst mit Autorenkino und unkonventionellen Genreexperimenten verbunden, die nicht vor Risiken zurückschrecken. Diesmal wagt es sich an einen reinen Genre-Attraktion und lässt Wingard diesen auf maximale Konzentration bringen. Das Ergebnis ist kein typischer Studio-Actionfilm, sondern eine stilisierte, blutige und unberechenbare A24-Version der Action, die sich in kein einzelnes Genre pressen lässt. Genau deshalb funktioniert der Film als Attraktion, die man in einem Atemzug schaut: Wenn drei unerbittliche Supersoldaten im Bild auftauchen und der Regisseur Synthesizer im Stil der 80er Jahre einsetzt, bietet der kleine Bildschirm diesem nicht die nötige Größe. Die Premiere in den ukrainischen Kinos – 3. September.