Am Abend des 18. Juli 2026 wurde das historische Zentrum Odessas Schauplatz einer großangelegten öffentlichen Aktion. Auf dem Fußgängerbereich der Deribasowskaja-Straße versammelten sich Vertreter der Zivilgesellschaft, Freiwillige und Mitarbeiter des IT-Sektors. Die Veranstaltung wurde als Zeichen der Unterstützung für den ehemaligen ukrainischen Verteidigungsminister Michail Fedorow organisiert, der in dieser Woche von seinem Amt zurückgetreten ist.
Verlauf und Format der Aktion
Laut Foto- und Videomaterialien, die am Tatort aufgenommen wurden, stellten sich die Teilnehmer auf dem Kopfsteinpflaster gegenüber dem Stadtpark auf. Während des Pickets entfalteten die Demonstranten einen mehr Meter langen Textbanner mit der Forderung, den ehemaligen Minister wieder in sein Amt zurückzubringen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, wurden pyrotechnische Elemente – rote Signalraketen – eingesetzt.
Dieses Ereignis ist Teil einer Reihe von öffentlichen Auftritten, die bereits seit drei Tagen in Odessa stattfinden. Die Organisatoren betonen, dass ihre Hauptforderung nicht nur eine personelle Frage betrifft, sondern auch die Beibehaltung des Kurses auf Digitalisierung und Automatisierung der Truppenführung sowie die Erweiterung der Produktion von unbemannten Systemen – Bereiche, die mit dem Team von Fedorow in Verbindung gebracht werden.
Regionaler Kontext
Die Aktion in Odessa ist Teil einer breiteren Bewegung, die mehrere Regionen der Ukraine erfasst hat:
- Odessa: Aufstellung von Bannern im historischen Zentrum unter Einbeziehung des Technologiesektors.
- Kiew: Stationäre Pickets im Regierungsviertel mit Verwendung von Pappplakaten.
- Lwiw: Organisierte friedliche Demonstrationen entlang der Freiheitsallee mit Elementen visueller Performance.
Reaktion der Behörden und rechtliche Aspekte
Michail Fedorow selbst reagierte über seinen Telegram-Kanal auf die Aktivitäten in den Regionen. In seiner Mitteilung stellte er fest, dass ein Arbeitsdialog mit der Staatsführung zur Stabilisierung der Führungssituation geführt wird.
Gleichzeitig bestätigte der Berater des Chefs des Präsidentenbüros der Ukraine, Serhij Leschtschenko, im Rahmen des TV-Marathons „Einheitsnachrichten“, dass die Forderungen der Bürger von der Exekutive registriert wurden. Der Sprecher betonte jedoch, dass jede Umstrukturierung des Verteidigungsministeriums und des Generalstabs den Durchlaufen gesetzlich geregelter Verfahren erfordert, was sofortige personelle Entscheidungen ausschließt.
Laut Angaben der Nationalpolizei der Ukraine wurden während der Abendaktion in Odessa keine Verstöße oder Zusammenstöße registriert. Die Strafverfolgungsbehörden hielten eine Wache am Rand, um die Einhaltung der öffentlichen Ordnung unter den Bedingungen des geltenden Rechtsregimes des Kriegsrechts zu überwachen.
Gesetzliche Einschränkungen
Die Stadtverwaltung und die Strafverfolgungsbehörden erinnern an die Notwendigkeit der strikten Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und der Ausgangssperre. Gemäß dem Gesetz der Ukraine „Über das Rechtsregime des Kriegsrechts“ unterliegen die Durchführung von Massenversammlungen der strengen Kontrolle der Militärverwaltungen.
Jede personelle Rotation in den höchsten Ebenen des Verteidigungsministeriums erfolgt gemäß dem Gesetz der Ukraine „Über die nationale Sicherheit“ ausschließlich im Rahmen der verfassungsmäßigen Befugnisse des Präsidenten der Ukraine und der Werchowna Rada durch das Bestehen spezieller parlamentarischer Filter.