Der erfahrene ukrainische Mittelgewichtler Serhiy Derevyanchenko plant nicht, seine Profikarriere nach der jüngsten Niederlage gegen den jungen Aufsteiger Jaleel Hackett zu beenden. Dies erklärte der amerikanische Manager des Sportlers Keith Connolly in einem exklusiven Kommentar und betonte, dass der 40-jährige Ukrainer bereits wieder mit dem Training begonnen hat und eine beeindruckende körperliche Verfassung zeigt. Laut Connolly wird das Team in Kürze entscheidende Gespräche über die weiteren Pläne von Derevyanchenko führen, doch der Manager ist überzeugt, dass sein Schützling weiterboxen möchte.

Bewertung des Kampfes: Geschwindigkeit gegen Meisterschaft

Im Hinblick auf Derevyanchenkos Leistung im Kampf gegen Hackett bemerkte Keith Connolly, dass sein Schützler trotz der Niederlage an diesem Abend ein hohes Boxniveau gezeigt habe. Nach Einschätzung des Managers lag der Vorteil des Gegners ausschließlich im Alter und in der Geschwindigkeit: „Derevyanchenko hat gegen den lokalen Aufsteiger verloren, aber er hat an dem Abend gut geboxt. Hackett war einfach schneller und jünger.' Connolly betonte, dass das technische Können und die taktische Disziplin des Ukrainers weiterhin auf dem Niveau von Elitekämpfern lägen und das Ergebnis des Kampfes das tatsächliche Kräfteverhältnis im Ring nicht widerspiegeln würde.

„Der beste Boxer seit 25 Jahren ohne Gürtel'

In seiner Erklärung erlaubte sich Keith Connolly eine der schärfsten Bewertungen seines Schützlings in dessen gesamter Karriere: „Serhiy ist wahrscheinlich der beste Boxer der letzten 25 Jahre ohne Gürtel.' Der Manager erinnerte auch daran, dass Derevyanchenko dreimal um den IBF-Weltmeistertitel im Mittelgewicht gekämpft hatte, wobei er Daniel Jacobs, Gennadi Golowkin und Jermall Charlo unterlag, und erklärte, dass sein Schützler den Meistergürtel verdient habe. „Wir alle wissen, dass er Golowkin in Wirklichkeit geschlagen hat und er Weltmeister hätte werden sollen', fügte Connolly hinzu und betonte, dass sein Team den Kampf gegen den Kasachen nicht als verloren betrachte.

Widersprüchliche Angaben

Die Aussage von Keith Connolly, dass Serhiy Derevyanchenko „in Wirklichkeit Golowkin geschlagen' habe, steht im direkten Widerspruch zum offiziellen Kampfergebnis, das durch die Punktrichterentscheidungen zugunsten von Gennadi Golowkin festgehalten wurde. Nach Ansicht des Managers des Ukrainers wurde das Ergebnis des Kampfes verfälscht, und Derevyanchenko hätte den Status eines Weltmeisters verdient. Gleichzeitig hat keine der offiziellen Boxorganisationen – weder der IBF, noch der WBA, noch der WBC – das Ergebnis dieses Kampfes überprüft, und in Derevyanchenkos Profibilanz wird der Kampf gegen Golowkin als Niederlage geführt. Somit ist Connollys Bewertung ausschließlich die subjektive Meinung eines Vertreters einer der Parteien und wird durch offizielle Dokumente nicht gestützt. Außerdem fehlen in den bereitgestellten Quellen genaue Daten des jüngsten Kampfes gegen Hackett und konkrete Details der Punktrichterwertung, was die Möglichkeiten einer unabhängigen Verifikation einschränkt.

Körperliche Verfassung und Rückkehr zum Training

Besondere Aufmerksamkeit widmete Keith Connolly dem aktuellen körperlichen Zustand von Derevyanchenko. Der Manager berichtete, dass er sich kürzlich Videos vom Training des Ukrainers nach dem harten Kampf gegen Hackett angesehen habe und beeindruckt gewesen sei, wie schnell sich der Sportler erholt habe. „Ich habe seine kürzlichen Trainingsvideos nach dem Kampf gesehen – genau das ist der gesamte Serhiy. Er ist immer in Form, er ist immer bereit', erklärte Connolly. Laut seinen Worten bleibe Derevyanchenko ein vorbildlicher Profi, der auch in den Phasen zwischen den Kämpfen Disziplin und Routine aufrechterhalte, was es ihm ermögliche, auch im reiferen Alter konkurrenzfähig zu bleiben.

Karriereweg: Von der Amateurlegende zum Titelanwärter

Serhiy Derevyanchenko – gebürtig aus Feodossija, Mitglied der legendären ukrainischen Amateurauswahl, in der zu verschiedenen Zeiten Alexander Usyk, Wassyl Lomatschenko, Denys Berynchuk, Alexander Gwozdyk und andere Stars des Weltboxsports tätig waren. Im Amateurbereich wurde er Bronzemedaillengewinner der Weltmeisterschaft 2007 und nahm an den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil. Seine Profikarriere begann Derevyanchenko 2014 und tritt seither in den Gewichtsklassen Mittelgewicht und Halbschwergewicht an, wobei er für sein ausgefeiltes technisches Können und seine taktische Disziplin im Ring den Spitznamen „Der Techniker' (The Technician) erhielt.

Was weiter: Gespräche über die Zukunft

Keith Connolly bestätigte, dass das Team von Derevyanchenko in Kürze Gespräche über die nächsten Schritte in der Karriere führen werde. „Derevyanchenko ist ein hervorragender Boxer, ein großer Profi und ein guter Mensch. Bald werden wir mit ihm besprechen, ob er seine Karriere fortsetzen wird', erklärte der Manager. Dabei äußerte Connolly die Überzeugung, dass sein Schützling sich für eine Fortsetzung der Laufbahn entscheiden werde: „Ich denke, dass er noch boxen möchte.' Somit behält der 40-jährige ukrainische Boxer trotz der jüngsten Niederlage und dreier missglückter Versuche, den Weltmeistertitel zu erringen, seine Ambitionen und die Absicht, im Profiring zu bleiben.