Der Pflichtherausforderer des IBF im Schwergewicht, der kubanische Boxer Frank Sánchez, reagierte hart auf die Aussage des neuen Champions Filip Hrgović, der öffentlich erklärte, ein Kampf gegen den Kubaner sei für ihn „uninteressant“. Sánchez erinnerte seinerseits daran, dass der Internationale Boxverband bereits eine offizielle Entscheidung getroffen habe, und der Kroate sei verpflichtet, seine erste Titelverteidigung gegen ihn zu bestreiten. Dies berichtet Sport RBC.UA unter Berufung auf das The Ring Magazine.

Reglementarische Entscheidung des IBF und Vertragsbedingungen

Das zentrale Argument des Kubaners ist die klare reglementarische Entscheidung des IBF. Zuvor hatte Sánchez sein Recht auf einen Kampf gegen Moses Itauma aufgegeben, im Gegenzug dafür, dass er den Status des Pflichtherausforderers behielt und ein garantiertes Duell gegen den Sieger erhielt. Genau auf dieser Grundlage ist die aktuelle Situation aufgebaut: Hrgović errang den Gürtel, indem er den Briten Itauma im neunten Runde durch technischen K.o. besiegte, und übernahm damit die Verpflichtung, seine erste Verteidigung gegen Sánchez zu bestreiten. „Es spielt keine Rolle, was Hrgović gesagt hat. Wir haben eine offizielle Entscheidung des IBF, wonach Hrgović seinen nächsten Kampf gegen mich bestreiten muss, ohne jegliche anderen Kämpfe, einschließlich vereinender Titelkämpfe“, betonte der Kubaner.

Stil, Erfahrung und Bereitschaft zum Kampf an jedem Ort der Welt

Sánchez räumt die Stärken seines Gegners ein: Der Kroate verfügt über ein hartes Kinn und enorme Erfahrung im Profiboxen. Gleichzeitig ist der Kubaner überzeugt, dass sein eigener Stil – aggressiv und knockoutorientiert – ideal für die Konfrontation mit Hrgović geeignet ist. Die Bereitschaft zu einem Kampf an jedem Ort unterstreicht die Ernsthaftigkeit seiner Absichten: Sánchez schließt weder die USA noch Saudi-Arabien aus, wo er bereits dreimal im Ring stand. „Ich möchte meine Chance bekommen, um den Weltmeistertitel zu kämpfen, und nichts kann mich aufhalten. Mein Trainer Eddie Reynoso hat mir eine hervorragende Basis gegeben. In meinem letzten Kampf fühlte ich mich großartig und bin jetzt bereit, Weltmeister zu werden“, erklärte der Boxer.

Bestreben, in die Boxgeschichte einzugehen

Für Sánchez ist dieser Kampf nicht nur eine weitere Titelverteidigung im Ranking, sondern die Chance, als erster im Super-Schwergewicht geborener Kubaner in die Geschichte einzugehen. Der Trainingsprozess unter der Leitung von Eddie Reynoso habe ihn, so der Boxer selbst, in seine Spitzenform gebracht. Im Profiboxen hat der Kubaner 27 Kämpfe auf dem Konto: 26 Siege, davon 19 durch K.o., und eine einzige Niederlage – gegen Agit Kabary im März 2024. Eine solche Bilanz unterstreicht, dass Sánchez ein Boxer ist, dessen größte Stärke in der zerstörerischen Wucht seiner Schläge liegt.

Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Materialien findet sich eine Abweichung im Alter von Frank Sánchez. In einem Absatz der Quelle wird er als „32-jähriger Kubaner“ bezeichnet, der Bestreben zeigt, in die Geschichte einzugehen, in einem anderen als „33-jähriger Sánchez“, der 27 Kämpfe bestritten hat. Der einjährige Unterschied könnte damit zusammenhängen, dass ein Teil des Textes vor dem Geburtstag des Boxers und ein Teil danach verfasst wurde, oder auf einen Satzfehler zurückzuführen ist. Das genaue Geburtsdatum und damit das aktuelle Alter am 2. September 2026 muss vor der finalen Veröffentlichung in den offiziellen IBF-Daten oder spezialisierten Boxdatenbanken überprüft werden.