Die amerikanische Aufklärung hat sich intensiv mit der Rolle Russlands bei den jüngsten Vorfällen im Nahen Osten beschäftigt. Laut Berichten der Nachrichtenagentur Reuters, die auf vier Quellen zurückgehen, versuchen US-Analysten herauszufinden, ob Moskau dem Iran bei Angriffen auf CIA-Standorte in Ländern des Persischen Golfs geholfen hat. Die Ermittlungen gewinnen an Fahrt vor dem Hintergrund einer Verschärfung der Lage in der Region.
Präzision der Schläge als Indiz
Obwohl endgültige Schlussfolgerungen über die direkte Beteiligung Russlands an den Angriffen noch nicht gezogen wurden, registrieren die Nachrichtendienste alarmierende Signale. Der Hauptgrund für den Verdacht war die hohe Effektivität und offensichtliche Präzision der Schläge gegen amerikanische Ziele. Experten verbinden dies mit der umfassenden technischen Unterstützung, die Teheran von Moskau erhält.
Insbesondere zog die Aufmerksamkeit der Analysten der Angriff mit ballistischen Raketen auf eine US-Luftwaffenbasis in Jordanien auf sich, der am 17. Juli stattfand. Bei diesem Schlag kamen zwei US-Soldaten ums Leben. Das Ereignis wurde zum Katalysator für eine Neubewertung der Bedrohungen: Russland bleibt eines der wenigen Länder, das über die Möglichkeit und Motivation verfügt, geheime Informationen zu nutzen, um die Interessen der USA zu schädigen.
Technologischer Beitrag: „Komet-M' und Drohnen
In interne Notizen westlicher Nachrichtendienste enthalten Behauptungen über die wahrscheinliche Rolle der RF bei der Vorbereitung der Angriffe. Zwei westliche Beamte, die in Ländern des Persischen Golfs arbeiten und mit den Berichten vertraut sind, verweisen auf konkrete technische Details. Ihren Angaben zufolge wurde der Angriff im März auf eine CIA-Einrichtung, die sich in der US-Botschaft in Saudi-Arabien befand, mit zwei iranischen Shahed-Drohnen durchgeführt, die unter Beteiligung Russlands modernisiert wurden.
Eines der Schlüsselelemente der Modernisierung war laut Reuters-Quellen die Installation des russischen satellitengestützten Navigationssystems „Komet-M'. Experten stellen fest, dass dieses System deutlich schwieriger zu stören ist und eine viel höhere Genauigkeit aufweist als iranische Analoga. Genau dieses technologische Upgrade ermöglichte es den Shahed-136-Drohnen, ihre Ziele mit hoher Wahrscheinlichkeit zu treffen.
Uneinigkeit in den Bewertungen und Diplomatie
Das Thema der russischen Beteiligung an den Angriffen bleibt Gegenstand von Diskussionen. Während einige Quellen zulassen, dass der Iran möglicherweise direkt auf die Botschaft zielte und das Treffer auf die CIA-Einrichtung zufällig war, bestehen andere auf dem gezielten Charakter der Aktionen.
Bereits im März berichtete die amerikanische Zeitung The Wall Street Journal über die Übergabe des Systems „Komet-M' von Russland an den Iran und über eine allgemeine Hilfe beim Widerstand gegen die USA. Im Kreml wurden diese Informationen kategorisch dementiert und als Fälschung bezeichnet. Die Situation wird durch widersprüchliche Aussagen auf Führungsebene der USA erschwert. Der Sondergesandte des Präsidenten Donald Trump, Steven Witkoff, erklärte, dass Washington den Zusicherungen Russlands vertraut, keine Geheimdienstinformationen an den Iran zu übermitteln. Gleichzeitig ließ der amerikanische Staatschef selbst zu, dass Moskau Teheran „ein wenig hilft'.
Gegenwärtig laufen die Ermittlungen weiter, und die amerikanische Seite überwacht die Lage weiterhin, um den tatsächlichen Umfang des russischen Einflusses auf die militärischen Aktionen des Iran in der Region zu verstehen.