Das Modehaus Dior hat seine Weihnachtskampagne 2026 angekündigt, die der Beziehung zwischen dem Markenbegründer Christian Dior und der Hollywood-Schauspielerin Marlene Dietrich gewidmet ist. Das zentrale Element des Projekts ist der Kurz-Animationsfilm Christian Dior's Night in Color, der unter der Regie des französischen Filmemachers Sylvain Chomet entstanden ist. Die Kampagne wurde unter der Leitung von Dior-Kreativdirektor Jonathan Anderson entwickelt und wird von einer speziellen festlichen Geschenkkollektion begleitet, die Kleidung, Accessoires und Wohnaccessoires umfasst.

Handlung: Eine Winternacht 1949 und ein dringender Anruf aus Hollywood

Die Handlung des Films spielt im Jahr 1949. Eines Winternachts erhält Christian Dior einen dringenden Anruf aus Hollywood: Marlene Dietrich benötigt ein neues Kleid für einen kommenden Film. Als der Regisseur beschließt, den Film in Farbe statt im gewohnten Schwarz-Weiß-Format zu drehen, bittet die Schauspielerin den französischen Couturier, ein besonderes Outfit für sie zu entwerfen. Dior macht sich zusammen mit seinem Atelierteam sofort an die Arbeit, um das Kleid rechtzeitig für die Dreharbeiten fertigzustellen. Der Look der Protagonistin im Animationsfilm ist von dem berühmten Junon-Modell aus dem Jahr 1949 inspiriert, wobei Dior betont, dass es sich hierbei um eine künstlerische Interpretation handelt: Im wahren Leben trug Dietrich das originale Junon-Kleid nie.

Sprecherbesetzung: Pattinson, Rihanna und Josh O'Connor

Für die Vertonung der Charaktere konnten bekannte Schauspieler und Musiker gewonnen werden. Als Erzähler der Geschichte fungiert Robert Pattinson, der als Ich-Erzähler durch den Plot führt. Zum Cast gehören zudem Pop-Superstar Rihanna und der britische Schauspieler Josh O'Connor, die Schlüsselfolgen im Film sprechen. Diese Kombination aus bekannten Namen aus Film und Musik verleiht dem Projekt zusätzliche Resonanz und zieht ein breites Publikum jenseits der Mode-Community an.

Visueller Stil: Gezeichnete Animation im Geiste der 1940er Jahre

Sylvain Chomet, bekannt für seine Animationsarbeiten, nutzte die traditionelle Technik der handgezeichneten Animation, die für das Kino der 1940er Jahre charakteristisch ist. Im Film wird besonderes Augenmerk auf Details gelegt: Die Inneneinrichtung von Christian Diors Pariser Wohnung, die Atmosphäre seines Ateliers und Hollywood-Kulissen wurden originalgetreu nachempfunden. Die Inszenierung im Stil der Epoche unterstreicht den historischen Kontext und lässt den Zuschauer in die Atmosphäre des Nachkriegs-Paris und Hollywoods eintauchen.

Historischer Kontext: «No Dior, no Dietrich»

Die Beziehung zwischen Marlene Dietrich und Christian Dior ist keine Erfindung: Die Schauspielerin war tatsächlich ein großer Fan der Kreationen des französischen Couturiers und bestand darauf, seine Outfits bei den Dreharbeiten zu tragen. Ihr wird das Zutat zugeschrieben: «No Dior, no Dietrich», das sie Biografen zufolge bei den Verhandlungen für ihre Rolle in Alfred Hitchcocks Film Die rote Lola (1950) verwendete. Genau diese echte Verbindung zwischen den beiden Ikonen der Epoche bildete die Grundlage für die künstlerische Erzählung im Animationsfilm.

Kampagne und Schaufenster: Vom Bildschirm in die Boutiquen

Die Charaktere des Animationsfilms werden in den festlichen Schaufenstern der Dior-Boutiquen weltweit zu sehen sein, was die Weihnachtskampagne zu einem immersiven Einkaufserlebnis macht. Neben dem Film wird das Projekt von einer speziellen Geschenkkollektion begleitet, die Kleidung, Accessoires und Home-Artikel umfasst. Auf diese Weise baut Dior eine ganzheitliche Kommunikation auf, bei der der Animationsfilm, das Schaufensterdesign und die Produktlinie eine harmonische Einheit bilden, die fest mit dem historischen Erbe der Marke verknüpft ist.