Die Nationalbank der Ukraine (NBU) hat den neuen offiziellen Wechselkurs der Währungen für Mittwoch, den 22. Juli, festgelegt. Der US-Dollar setzte seinen langsamen Anstieg fort und stieg um 5 Kopeken im Vergleich zum Vortag, während die europäische Währung ihre Position behielt.
Laut dem Regulator betrug der Wechselkurs des US-Dollars am 22. Juli 44,75 UAH. Dies entspricht einem Anstieg von 0,05 UAH gegenüber Dienstag, dem 21. Juli, als der Wert der amerikanischen Währung bei 44,70 UAH lag. Der Trend zur Stärkung des Dollars hält also an, wenn auch in moderatem Tempo.
Der Euro bleibt stabil
Die Situation mit dem Euro auf dem Interbankenmarkt sieht ruhiger aus. Der offizielle Wechselkurs der europäischen Währung hat sich am 22. Juli nicht verändert und liegt bei 51,09 UAH. Dies ist derselbe Wert wie am Vortag, was auf eine vorübergehende Stabilisierung des Wechselkurses des „Eurobonds' hindeutet.
Auswirkung des Wechselkurses auf den Immobilienmarkt
Änderungen im Währungskorb haben direkte Auswirkungen auf benachbarte Wirtschaftssektoren, insbesondere auf den Immobilienmarkt. Experten prognostizieren, dass eine weitere Schwächung der Hrywnja zum Katalysator für Käufer von Wohnraum werden könnte.
Marianna Bigunets, Geschäftsführerin des Bauunternehmens Gazda, erklärte gegenüber RBC-Ukraine, dass sich die Annäherung des Dollar-Kurses an die Marke von 46,5–47 UAH in der zweiten Jahreshälfte die Kaufentscheidungen für Wohnungen beschleunigen könnte.
Laut der Expertin kann selbst eine moderate Abwertung der Landeswährung im Bereich von 3–4 % die Nachfrage auf dem Primärmarkt beleben. Für viele Bürger wird der Erwerb von Quadratmetern zu einem strategischen Schritt: Dies ist nicht nur die Lösung des Wohnungsproblems, sondern auch eine Möglichkeit, Ersparnisse in materielle Vermögenswerte zu konvertieren, die vor Währungsschwankungen geschützt sind.
Steigende Baukosten
Der Währungsfaktor übt auch Druck auf die Bauträger aus. Ein erheblicher Teil der Baumaterialien und der erforderlichen Ausrüstung wird in Währung gekauft oder hängt indirekt vom Kurs von Dollar und Euro ab.
„Das bedeutet nicht eine automatische und sofortige Verteuerung des gesamten Primärmarktes. Der Währungsfaktor wird jedoch weiterhin wichtig bleiben', erklärte Marianna Bigunets. Der Anstieg der Importkosten wirkt sich unvermeidlich auf die Baukosten aus, was langfristig zu einer Korrektur der Preise für Neubauprojekte führen könnte.
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