Am 23. Juli war Pawlohrad erneut Ziel der russischen Luftwaffe. Drei gelenkte Luftbomben (KAB) trafen auf einen Produktionskomplex, in dem Partnerbetriebe der Star Brands-Gruppe angesiedelt sind – eines der größten Snackproduzenten der Ukraine.

Anschläge auf Infrastruktur und Menschen

Laut vorläufigen Berichten wurde die Stadt von mehreren starken Explosionen heimgesucht. Augenzeugen berichten von vier Explosionen, von denen drei direkt auf das Gelände des Produktionskomplexes und angrenzende Bereiche fielen. Bei dem Angriff starben drei Menschen, 28 wurden verletzt – alle Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

„Der schmerzhafteste Verlust sind die Menschen. Gelenkte Luftbomben sind eine schreckliche Waffe und eine neue Bedrohung für Pawlohrad, das seit mehreren Tagen die Folgen schwerer KAB-Anschläge spürt', so Star Brands.

Zerstörung und Pläne für den Wiederaufbau

Die Betriebe erlitten schwere Schäden und Zerstörungen. Das endgültige Ausmaß des Schadens wird noch ermittelt. Das Unternehmen betont, dass auf dem Gelände des Komplexes stationäre und mobile Schutzräume in verschiedenen Bereichen eingerichtet wurden, um eine schnelle Evakuierung des Personals bei Gefahr zu ermöglichen.

„Es wird eine Bewertung der Folgen durchgeführt und die dringlichsten Maßnahmen zur Wiederaufnahme des Betriebs des Produktionskomplexes festgelegt', hieß es in der Mitteilung.

Die Geschichte der Angriffe auf Pawlohrad

Dies ist nicht der erste Angriff auf die Stadt. Bereits am 20. Juli setzte Russland erstmals KABs gegen Pawlohrad ein – damals wurden 11 Menschen, darunter ein 13-jähriges Mädchen, in mittelschwerem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Noch früher, am 7. April, griffen russische Truppen die Lagerhäuser von Star Brands mit einem Kampfdrohnen an – der dritte Angriff innerhalb eines Jahres. Ähnliche Angriffe wurden auch im April und November 2025 registriert.

Pawlohrad wird angesichts der Eskalation immer verwundbarer. Jeder neue Angriff bedeutet nicht nur die Zerstörung von Infrastruktur, sondern auch menschliche Tragödien, die sich nicht in Tonnen oder Quadratmetern messen lassen.