Slawjansk wurde erneut zum Ziel eines massiven Angriffs. Innerhalb von 24 Stunden wurde die Stadt drei Mal von der russischen Luftwaffe angegriffen. Der letzte, dritte Angriff, fand am Abend statt und führte zu neuen Opfern und Zerstörungen im Zentrum des Ortes.

Drei Bomben und ein Fehlschlag

Laut Angaben der Rettungskräfte hat die russische Luftwaffe drei Luftbomben auf die Stadt abgeworfen. Eine der Sprengsätze ist nicht explodiert. Sprengstoffentschärfer haben das unexplodierte Gerät bereits gefunden, sichergestellt und bereiten es auf die ordnungsgemäße Vernichtung vor, um eine Gefahr für die Bevölkerung auszuschließen.

Opfer und Rettungsarbeiten

Durch die Explosionen wurden 16 Personen verletzt, darunter ein Kind. Die Lage am Ort des Anschlags war kritisch: Menschen befanden sich unter den Trümmern. Die Rettungskräfte führten eine komplexe Operation durch, um drei Verletzte zu befreien. Darüber hinaus wurden zwei weitere Bürger, darunter eine mobilitätseingeschränkte Frau, vom dritten Stock des beschädigten Gebäudes evakuiert.

Umfang der Zerstörungen

Der Treffer traf das Stadtzentrum. Ein fünfgeschossiges Wohnhaus und ein zweistöckiges Bürogebäude wurden teilweise zerstört. Insgesamt wurden 16 Mehrfamilienhäuser und eine Reihe von Geschäftsbetrieben beschädigt. Vor Ort haben die Rettungskräfte bereits 23 Tonnen Bauschutt geräumt, um Zugang zu den Verletzten zu erhalten und den Schaden zu bewerten.

Die Explosionen lösten zwei Brandherde aus. Ein PKW und ein zweistöckiges Gebäude gerieten in Brand. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, bevor es auf benachbarte Gebäude übergriff.

Eskalation der Gewalt innerhalb eines Tages

Das ist nicht der erste Angriff innerhalb der letzten 24 Stunden. Noch am Morgen waren in Slawjansk zwei Explosionen zu vernehmen. Auch dann warfen die Besatzer Luftbomben ab, wodurch Wohnhäuser, ein Unternehmen und eine diplomatische Einrichtung beschädigt wurden. Der morgendliche Angriff war der blutigste: Fünf Menschen starben, neun wurden verletzt. Jetzt, nur wenige Stunden später, wurde die Stadt erneut angegriffen, was auf eine beispiellose Intensität der Beschuss hinweist.