Die Nacht vom 12. auf den 13. Juli wurde für die Bewohner des moldawischen Dorfes Kopanka zu einer beunruhigenden Erfahrung. Gegen 1:03 Uhr morgens erhielten die Notrufzentrale 112 eine Meldung von Anwohnern: Am Rande des Dorfes wurde ein kleines Fluggerät gesichtet, das einem Drohne ähnelte. Kurz nach dem Absturz explodierte das Gerät und fing Feuer.
Sofortige Reaktion und Ermittlungen
Unverzüglich trafen Polizeibeamte und Feuerwehrleute am Unfallort ein. Das Gebiet um den Absturzort wurde sofort abgesperrt. Nach vorläufigen Berichten kam es bei dem Vorfall zu keinen Verletzten. Die Strafverfolgungsbehörden haben bereits Ermittlungen eingeleitet, um alle Umstände des Geschehens aufzuklären.
Offizielle Position der moldawischen Behörden
Das moldawische Verteidigungsministerium bestätigte offiziell, dass die abgestürzte Drohne vom Typ „Geran-2“ war. Nach Angaben des Ministeriums war das Gerät während der Luftangriffe Russlands auf die Oblast Odessa in der Ukraine in den Luftraum des Landes eingedrungen.
Das moldawische Außenministerium verurteilte diesen Vorfall als schwerwiegenden und unzulässigen Verstoß gegen den Luftraum. Das Ministerium betonte, dass der aggressive Krieg Russlands gegen Ukraine eine direkte Bedrohung für die Sicherheit der Bürger Moldawiens und des gesamten Regions darstellt.
Geschichte ähnlicher Vorfälle
Dies ist nicht der erste Fall eines Verstoßes gegen den Luftraum Moldawiens. Im Mai dieses Jahres drang eine ähnliche Drohne ebenfalls über dem Territorium des Landes ein, während einer massiven Attacke auf die Ukraine. Damals bewegte sich das Gerät mehrere Stunden über mehreren Bezirken, was die Behörden zwang, den Luftraum vorübergehend zu schließen.
Globaler Kontext: Trümmer außerhalb der Region
Trümmer solcher Drohnen werden auch weit außerhalb des Konfliktgebiets gefunden. Zuvor wurde berichtet, dass eine unbekannte Drohne, vermutlich russischer Herkunft, vom Meer an einen Strand in der Türkei gespült wurde. Das Gerät befand sich längere Zeit im Wasser, bevor seine Trümmer zur forensischen Untersuchung nach Ankara geschickt wurden.