Am Abend des 29. Oktobers traf eine russische Drohne ein Wohnheimgebäude der 17. Berufsschule (PTU) in Dnipro. Nach Angaben der Stadtverwaltung ereignete sich der Vorfall gegen 18:00 Uhr, woraufhin im obersten Stockwerk ein Feuer ausbrach. Dies teilten der Bürgermeister von Dnipro, Borys Filatov, auf Facebook und der Leiter der Regionalen Militärverwaltung Dnipropetrowsk (OVA), Oleksandr Hanzha, via Telegram mit.

Angriffsverlauf und Ausmaß des Brandes

Nach Angaben des Bürgermeisters griff das Feuer infolge des Drohneneinschlags auf das gesamte fünfte Stockwerk des Gebäudes über. Oleksandr Hanzha präzisierte, dass durch den Drohnenangriff mehrere Zimmer im obersten Stockwerk des Wohnheims in Brand geraten seien. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gab es noch keine offiziellen Erklärungen über ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Etagen oder das Dach.

Zustand der Studenten und Evakuierung

Der Bürgermeister betonte, dass die Studenten, die sich im Gebäude befanden, es rechtzeitig in einen Schutzraum geschafft hätten. „Die Kinder konnten Gott sei Dank in den Schutzraum absteigen. Es war dort kein einziger Soldat“, erklärte Filatov. Somit wurde das Wohnheim nach vorliegenden Daten zum Zeitpunkt des Angriffs zivil genutzt, und es befanden sich keine Militärangehörigen unter den Anwesenden. Offizielle Informationen über Opfer dieses konkreten Vorfalls lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor.

Kontext: Serie von Angriffen auf Dnipro am 29. Oktober

Der Schlag gegen das Wohnheim war Teil einer Angriffsserie auf Dnipro am selben Tag. Zuvor kamen laut RBC-Ukraine bei einem Angriff auf den Bahnhof von Dnipro zivile Passagiere ums Leben oder wurden verletzt, die sich trotz Evakuierungsaufrufen bei den Zügen aufgehalten hatten. Nach neuesten Erkenntnissen kamen durch den Einschlag einer Drohne auf einen zivilen Elektrozug am Bahnhof 14 Menschen ums Leben, weitere 14 erlitten Verletzungen unterschiedlichen Schweregrades.

Was bisher bekannt ist

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrags bestätigten die Stadtbehörden den Einschlag im Wohnheim sowie den Brand im fünften Stock und dass sich die Studenten in Sicherheit bringen konnten. Einzelheiten zu den Brandursachen, möglichen Schäden an tragenden Strukturen und weiteren Maßnahmen zur Brandbekämpfung werden derzeit geklärt. Die Redaktion verfolgt die Situation weiter und wird die Informationen entsprechend den offiziellen Stellungnahmen aktualisieren.