Im Vorfeld der Heizperiode hat der Staatliche Notdienst der Ukraine (DSNS) umfassende Empfehlungen zur Vorbereitung von Privathäusern auf den Winter veröffentlicht. Nach Angaben von Experten der Behörde ermöglicht eine systematische Überprüfung aller Systeme und Konstruktionen bereits im Herbst, Notfälle in der kalten Jahreszeit zu vermeiden, wenn die Belastung von Heizgeräten, Stromnetz und technischer Infrastruktur ein Vielfaches beträgt. Die Veröffentlichung erschien auf der offiziellen DSNS-Facebook-Seite und wurde von RBK-Ukrajina zusammengefasst.
Wände, Öfen und Kamine: Die Basisprüfung
Als ersten Punkt der Checkliste nennt der DSNS die Inspektion tragender Konstruktionen und Hauswände auf Risse und andere Beschädigungen. Gerade in der Herbst-Winter-Periode können sich Mikrorisse durch Temperaturschwankungen vergrößern, während eindringende Feuchtigkeit gefriert und das Mauerwerk zerstört. Besonderes Augenmerk legen die Retter auf Öfen, Kamine und Kamine: Vor Beginn der Heizperiode müssen diese auf Dichtheit geprüft, von Ruß gereinigt und die Funktionstüchtigkeit der Klappen überprüft werden. Ein defekter oder beschädigter Schornstein ist eine der Hauptursachen für Kohlenmonoxidvergiftungen in Privathäusern.
Stromnetz und Generator: Sicherheitsregeln
Der zweite Empfehlungsblock betrifft das Stromnetz. Der DSNS empfiehlt, den Zustand von Verkabelung, Steckdosen, Schaltern und Verlängerungskabeln zu überprüfen und auf freiliegende oder beschädigte Kabel zu achten. „Ersetzen Sie alle beschädigten Elemente des Stromnetzes“, betonte die Behörde. Besondere Aufmerksamkeit gilt Benzin- und Dieselgeneratoren: Sie dürfen ausschließlich im Freien aufgestellt werden, und zwar in einem Abstand von mindestens sechs Metern zu Fenstern, Türen und Lüftungsöffnungen. Diese Regel soll Kohlenmonoxidvergiftungen verhindern, die sich in geschlossenen Räumen ansammeln können.
Kraftstoff, Gasflaschen und Räumlichkeiten
Der dritte Abschnitt der Checkliste widmet sich der Lagerung brennbarer Stoffe. Der DSNS erinnert daran, die Dichtheit von Kraftstoffbehältern zu überprüfen sowie auf die richtige Platzierung von Gasflaschen zu achten — diese dürfen sich nicht in Wohnräumen befinden und müssen vor Erwärmung geschützt werden. Darüber hinaus raten die Retter, Dachböden, Keller und Heizungsräume zu inspizieren: den Zustand der Decken zu prüfen, sicherzustellen, dass keine Undichtigkeiten vorliegen, Lüftungskanäle zu reinigen und die Funktionsfähigkeit der Kesselanlagen zu überprüfen.
Brandschutz und Aktionsplan
Den Abschluss der DSNS-Empfehlungen bildet ein Block zum Thema Brandschutz und Notfallvorsorge. Die Behörde empfiehlt, einen Feuerlöscher an einem leicht zugänglichen Ort aufzubewahren, den alle Familienmitglieder kennen, und das Verfallsdatum regelmäßig zu überprüfen. Darüber hinaus betonen die Retter, wie wichtig die Erstellung eines klaren Aktionsplans für den Fall eines Brandes oder eines anderen Notfalls ist: Wer ruft Hilfe, auf welchem Evakuierungsweg erfolgt die Flucht, wo befinden sich der Erste-Hilfe-Kasten und der Wasservorrat. Zusätzliche Materialien hat der DSNS in der siebten Folge der Bildungsserie „Wie man in Notfällen handelt“ auf der Plattform „Dija.Oswita“ bereitgestellt.
Zuvor wurde berichtet, dass Ukrainer vor dem Hintergrund periodischer Stromausfälle im Vorfeld des Winters massenhaft Heizgeräte und Generatoren kaufen. Experten erklärten zudem, unter welchen Bedingungen Bewohner von Privathäusern ihre Wohnungen in der kalten Jahreszeit ohne gesundheitliche Risiken verlassen können. Meteorologen des Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrums hatten zuvor eine vorläufige Prognose für November und den Winter vorgelegt und auf erwartete Temperaturschwankungen sowie Niederschlagsmengen bis Ende 2026 und Anfang 2027 hingewiesen.