In Kriwoj Rih geht die Such- und Rettungsaktion am vierten Tag in Folge am Ort des durch den russischen Angriff zerstörten Einkaufszentrums „Sonnengalerie“ weiter. Zur Verstärkung der Arbeiten wurden speziell ausgebildete Einsatzhunde in die Stadt geholt: Acht vierbeinige Spezialisten zusammen mit ihren Hundeführern (Kinologen) sind aus den Oblasten Sumy, Donezk, Saporischschja und Poltawa sowie aus Dnipro eingetroffen. Die Suche nach Menschen wird nicht eine Minute lang unterbrochen, da unter den Trümmern möglicherweise noch lebende Menschen sein könnten.
Vierter Tag der Suche: Vierbeinige Spezialisten leisten Unterstützung
Laut Angaben der Rettungskräfte arbeiten die Hundeführer-Teams unter extrem schwierigen Bedingungen: Zwischen Betontrümmern, zersplittertem Glas und verbogenem Metall untersuchen die Hunde sorgfältig schwer zugängliche Hohlräume und Trümmerfelder, die weder für Menschen noch für schwere Baumaschinen erreichbar sind. Gerade dank ihres feinen Geruchssinns und ihrer Fähigkeit, enge Räume zu betreten, helfen die vierbeinigen Tiere, Spuren von Leben dort aufzufinden, wo menschliches Auge und Technik machtlos sind.
Umfang der Operation: Zahlen vom Ort der Tragödie
Stand vierten Tag haben die Hundeführer-Teams mehr als 1000 Quadratmeter Fläche abgesucht, während die Rettungskräfte der Staatlichen Dienststelle für Notfälle (SRS) bereits 1900 Quadratmeter beschädigter Konstruktionen abgetragen haben. Am Ort der Tragödie arbeiten gleichzeitig 185 Einsatzkräfte und 42 Spezialfahrzeuge. Die Suche läuft dabei ohne Unterbrechung: Drei Personen, darunter ein Kind, gelten weiterhin als vermisst.
Verlauf der Ereignisse: Vom Angriff bis zur Rettung
Am 21. August führten die russischen Besatzer einen gezielten Angriff auf das Einkaufszentrum „Sonnengalerie“ in Kriwoj Rih durch. Feindliche Drohnen griffen das zivile Objekt zweimal an, wobei der zweite Treffer genau in dem Moment erfolgte, als Rettungskräfte und Notdienste bereits am Ort der ersten Explosion eingetroffen waren. Infolge des Angriffs kamen 16 Menschen ums Leben, 136 weitere wurden verletzt, darunter 26 Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete den Beschuss des Einkaufszentrums als „absolutes Ungeheuerlichkeit“ und versprach eine harte Antwort.
Bedrohung durch neue Angriffe auf zivile Objekte
Besondere Aufmerksamkeit verdient, dass der ukrainische Geheimdienst Informationen über die Vorbereitung neuer russischer Angriffe auf Einkaufszentren in grenznahen Städten vorliegt, einschließlich möglicher weiterer Provokationen und Beschuss ziviler Objekte in Kriwoj Rih. Vor diesem Hintergrund laufen die Rettungsaktion und die Suche nach Vermissten im 24-Stunden-Betrieb, und die Heranziehung von Hundeführer-Teams aus verschiedenen Regionen zeigt, dass die Behörden nicht beabsichtigen, die Arbeiten bis zum Auffinden jeder einzelnen Person unter den Trümmern einzustellen.