Angesichts der Nachrichten, dass Sony plant, den Zugang zum digitalen PS Store für Konsolenbesitzer zu schließen, hat die Entwicklergemeinschaft des Emulators RPCS3 einen bedeutenden Durchbruch angekündigt. Das Projekt, das zur Bewahrung der Spielebibliothek der japanischen Konsole der siebten Generation geschaffen wurde, hat einen neuen wichtigen Meilenstein der Kompatibilität erreicht.
Die Erfolgsgeschichte von RPCS3
Die Entwicklung des Emulators RPCS3 (Russian Personal Computer Station 3) begann bereits im Jahr 2011. In den vergangenen Jahren hat er einen langen Weg zurückgelegt: Während das Programm vor sechs Jahren nur etwa die Hälfte des Spielekatalogs abdeckte, hat sich die Situation mittlerweile grundlegend geändert. Die Entwickler berichten, dass nun 75 % aller PlayStation-3-Spiele auf Personalcomputern gestartet werden können.
Das Team arbeitet weiterhin aktiv an der Verbesserung der Software, indem es neue Funktionen, Fehlerbehebungen und Optimierungen einführt. Das Hauptziel bleibt unverändert – die Bewahrung der gesamten PS3-Bibliothek für zukünftige Generationen von Gamern.
Was bedeutet der Status „spielbar“?
In der Emulator-Community hat der Begriff „spielbarer Status“ eine klare Definition: Es ist die Möglichkeit, ein Spiel von Anfang bis Ende ohne kritische Abstürze und ernsthafte Leistungsprobleme zu durchlaufen. Nach den neuesten Daten gehören 2681 von 3559 katalogisierten Veröffentlichungen zu dieser Kategorie.
Die verbleibenden 25 % der Spiele, die noch nicht in die Liste der vollständig kompatiblen Titel aufgenommen wurden, können dennoch gestartet werden. In den meisten Fällen ist ein Abschluss des Spiels jedoch aufgrund technischer Fehler oder unzureichender Optimierung der Emulatorleistung mit der jeweiligen Software nicht möglich.
Schwierigkeiten mit den wichtigsten Exklusivtiteln
Zu den Spielen, die noch nicht den Status „vollständig spielbar“ erhalten haben, gehören markante Projekte, für die viele eine PlayStation 3 kauften. Zu dieser Liste gehören Hits wie The Last of Us, God of War 3, Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots, die Uncharted-Trilogie, die zweiten und dritten Teile von Killzone sowie die inFamous-Dilogie.
Die Entwickler stellen fest, dass die Verzögerung bei der Emulation genau dieser Titel kein Zufall ist. Die größten Exklusivtitel nutzen traditionell das Hardware-Potenzial der Konsole bis zum Äußersten aus. Die komplexe Architektur der PS3 in Kombination mit den hohen Anforderungen dieser Spiele erschwert die Entwicklung eines stabilen Emulators, der deren Funktion auf dem PC korrekt wiedergeben kann, erheblich.