Im September werden die Nächte in der Ukraine spürbar kühler, und wärmeliebende Pflanzen im Beet verdienen besondere Aufmerksamkeit. Laut dem Ukrainischen Hydrometeorologischen Zentrum hält sich im Land am 16.–18. September noch relativ mildes Wetter: am Tag werden +20…+27 °C, in der Nacht +6…+14 °C erwartet. Klimatisch fallen die Fröste in der Ukraine jedoch meist auf die zweite und dritte Dekade des Monats, in den Karpaten und in Teilen der nördlichen und zentralen Gebiete können sie sogar noch früher auftreten. Die Wetterexpertin Natalka Didenko prognostiziert ab dem 21. September eine deutliche Abkühlung: Die Tagestemperatur kann auf +10…+17 °C sinken, zudem werden die Regenfälle intensiver. Gerade in dieser Phase sollten Gärtner und Gartenbesitzer Abdeckmaterial bereithalten und festlegen, welche Pflanzen zuerst geschützt werden müssen.
Welche Blumen sind gefährdet: Prioritätenliste
Empfehlungen der Staatsdienstes für Lebensmittel- und Verbraucherschutz (Gospriodpotrebluschnja) zufolge muss bei der ersten kalten Nacht nicht das gesamte Beet abgedeckt werden – vor allem sind die wärmeliebendsten Kulturen zu schützen: Pelargonien, Petunien, Fuchsien, Dahlien, Cannas und Begonien. Experten der Royal Horticultural Society (RHS) betonen, dass Begonien frostempfindliche Pflanzen sind, Pelargonien Fröste nicht überleben, während Dahlien und Cannas trotz ihres Herbstblühens ebenfalls nicht frosthart sind. Stockrosen und Herbstastern vertragen Kühle deutlich besser, doch auch ihre Blätter und Knospen können bei Temperaturen nahe 0 °C Schaden nehmen, insbesondere wenn die Pflanzen jung oder an einem offenen, windigen Standort stehen.
Agrovlies, Mulch und Umzug ins Haus: die drei wichtigsten Schutzmethoden
Die einfachste und zugänglichste Methode besteht darin, die Pflanzen nachts mit Agrovlies oder einem anderen leichten Material abzudecken. Experten der Abteilung für Ökologie und natürliche Ressourcen der Lwiwer Regionalverwaltung empfehlen Agrovlies, Folie, Jute oder dichten Stoff zur physischen защиту der Pflanzen vor einem plötzlichen Temperaturabfall. Dabei ist es wichtig, eine dichte Abdeckung nicht zu lange zu belassen: Nach dem Erwärmungs sollte sie entfernt werden, damit die Pflanzen Licht und Luft erhalten. Für mehrjährige Pflanzen, die im Boden bleiben, bietet das Mulchen einen zusätzlichen Schutz des Wurzelsystems – eine dicke, trockene Mulchschicht ist insbesondere für Cannas in Regionen mit mildem Winter sinnvoll. Steht die Pflanze dagegen in einem Topf oder Kübel, ist die praktischste Lösung, sie vor dem Frost in einen geschützten Raum zu bringen. Dies gilt vor allem für Begonien, Pelargonien und Petunien, die traditionell zur sommerlichen Gestaltung von Beeten und Terrassen verwendet werden.
Verhalten nach Arten: von Dahlien bis Chrysanthemen
Dahlien blühen im Herbst weiter, doch die RHS rät, das Beet mit leichtem Agrovlies abzudecken und die Abdeckung morgens zu entfernen. Nach den ersten Frösten wird das beschädigte Laub geschnitten, und die Knollen werden bei Bedarf ausgegraben und an einen frostgeschützten Ort verbracht. Cannas sollte man in einem kalten Klima erst dann ausgraben, wenn der Frost das Laub „schwarz gefärbt“ hat; in Containern können sie ins Haus gestellt werden. Begonien sollte man vor den kalten Nächten sofort in einen geschlossenen Raum bringen, und die Knollenformen auf die Winterlagerung vorbereiten. Petunien, die zu den wärmeliebenden Einjährigen zählen, werden in Töpfen an einen geschützten Ort verbracht, während Beetpetunien vor der kalten Nacht abgedeckt werden. Pelargonien sollten zuerst geschützt werden: Die RHS empfiehlt, sie an einen trockenen, hellen und frostgeschützten Ort zu bringen, nachdem die Pflanzen auf beschädigte Blätter und Schädlinge geprüft und diese entfernt wurden. Chrysanthemen können auch bei kühlem Herbstwetter blühen, daher sind die Septembernächte kein Grund, sie aus dem Beet zu entfernen; bei erwartetem Frost sollte man die Blumen jedoch mit Agrovlies abdecken, um Knospen und dekorativen Aspekt zu erhalten.
Was tun, wenn der Frost das Laub bereits beschädigt hat
Wenn der Frost bereits eingetreten ist und der oberirdische Teil der Pflanze schwarz geworden ist, sollte die Kultur nicht sofort entsorgt werden. Experten der RHS weisen darauf hin, dass bei Dahlien und Cannas Wurzeln und Knollen oft auch nach vollständiger Beschädigung des Laubs lebensfähig bleiben. In diesem Fall wird der beschädigte oberirdische Teil abgeschnitten, und die Knollen oder Rhizome werden ausgegraben und an einen kühlen, dunklen und trockenen Ort zur Lagerung bis zum Frühling verbracht. Für Pflanzen, die im Beet überwintern, ist es wichtig, die Wettervorhersage im Auge zu behalten und Abdeckmaterial griffbereit zu haben, um schnell auf jede kalte Nacht reagieren zu können.