Alle diplomatischen Vertretungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union in der Ukraine setzen ihre reguläre Arbeit in der ukrainischen Hauptstadt fort. Die EU-Botschafterin in der Ukraine, Katarina Maternova, gab eine offizielle Erklärung ab, die die Entschlossenheit der europäischen Diplomaten angesichts eskalierender Drohungen der Russischen Föderation bekräftigt.

Unerschütterliche Haltung des diplomatischen Korps der EU

Katarina Maternova betonte, dass alle 25 EU-Mitgliedstaaten, die über Botschaften in Kiew verfügen, nicht die Absicht haben, Mitarbeiter zu evakuieren oder ihre Missionen zu schließen. Ihrer Ansicht nach sind regelmäßige Drohungen aus Moskau lediglich ein Zeichen tiefer Frustration der Kreml-Führung aufgrund mangelnder militärischer Erfolge auf dem Schlachtfeld.

Einhaltung der Wiener Konvention und Stärke des Bündnisses

Die EU-Vertreterin hob die Unzulässigkeit von Verstößen gegen grundlegende Normen des Völkerrechts hervor. Sie warnte die russische Seite offen davor, dass Versuche, die Wiener Konvention zur Sicherheit diplomatischer Vertretungen weltweit auf die Probe zu stellen, nur zu einer noch größeren Konsolidierung der europäischen Partner und einer verstärkten Unterstützung der Ukraine führen werden.

Kontext der Drohungen und Reaktion der internationalen Gemeinschaft

Obwohl die russische Seite Warnungen vor angeblich bevorstehenden massiven Angriffen verbreitete und ausländische Diplomaten zur Abreise aufforderte, wiesen die westlichen Partner diese Erpressung zurück. Zuvor kursierten Medienberichte über eine mögliche Verlegung von diplomatischen Vertretungen nach Lwiw oder Polen, doch das ukrainische Außenministerium und die EU-Führung dementierten diese Szenarien und bestätigten die volle Einsatzbereitschaft des Kiewer Büros.