Das Wohnzimmer ist das Herz des Hauses, der gemeinsame Raum, in dem wir uns entspannen und Gäste empfangen. Damit ein Raum stilvoll und hochwertig wirkt, muss man keineswegs enorme Summen in Luxusmöbel investieren: Oft „sackt“ das Interieur aufgrund weniger auf den ersten Blick unsichtbaren Details ab. Designer, deren Empfehlungen Styler unter Verweis auf die Daily Express zitiert, haben eine Liste mit Dingen zusammengestellt, die man besser vermeiden sollte, damit der Raum exquisit und durchdacht wirkt.
Falsche Dekoration verrät sich immer
Der erste und häufigste Fehler ist Dekoration, die etwas imitiert, das sie in Wirklichkeit nicht ist. Die Designerin Marta Chrępka rät davon ab, künstlichen Stein zu verwenden, wenn es dafür keinen wirklich passenden Platz gibt, sowie Wandpaneelen, die Stein oder Ziegel imitieren. Die Logik ist einfach: Wenn ein Element wie eine Fälschung aussieht, ruiniert es unweigerlich den Gesamteindruck des Raums, selbst wenn alle anderen Elemente makellos ausgewählt wurden.
Ein zu kleiner Teppich zerschneidet den Raum
Der zweite Fehler betrifft den Textilbereich. Ein kleiner Teppich, der „verloren“ in der Mitte des Bodens liegt, macht den Raum optisch kalt und zersplittert. Die Experten empfehlen, die größtmögliche Größe zu wählen, die der Raum aufnehmen kann: Im Idealfall sollte der Hauptteil der Möbel auf dem Teppich stehen. Dieser Griff vereint den Raum, verleiht ihm Textur und spürbare Gemütlichkeit und verwandelt eine Ansammlung einzelner Gegenstände in ein stimmiges Ganzes.
Unterschiedliche Böden zerstören die Einheitlichkeit des Hauses
Der dritte Fehler ist der Wunsch, bei echtem Holz zu sparen und Laminat zu wählen, was an sich durchaus zulässig ist. Zum Problem wird nicht das Material, sondern der chaotische Wechsel von Farbtönen und Texturen: Wenn in der Küche ein Eichenfarbener Belag liegt und im Wohnzimmer dieser plötzlich durch grauen Vinyl ersetzt wird, zerstört das sofort die Einheitlichkeit des Interieurs. Eine einheitliche Logik bei Farbe und Struktur des Bodenbelags ist die Grundvoraussetzung für den „teuren“ Eindruck eines Raums.
Thematische Dekoration veraltet schnell
Der vierte Fehler ist die Verwandlung des Raums in eine Kulisse. Die Designerin Stefana Silber betont, dass kein erfahrener Profi dazu rät, ein Wohnzimmer in einem einheitlichen Themenstil zu gestalten, sei es ein reines Meeres- oder Landhaus-Design. Solche Dekoration verliert schnell an Aktualität und beginnt mit der Zeit unnatürlich zu wirken, während ein zurückhaltendes, durchdachtes Set neutraler Elemente über Jahre hinweg seine Angemessenheit behält.
Das „teure“ Interieur wird also in der Regel nicht durch den Preis einzelner Gegenstände bestimmt, sondern durch ihre Abstimmung: ehrliche Materialien, die richtigen Proportionen von Teppich und Boden und der Verzicht auf übermäßige thematische Dekoration. Gerade diese vier geläufigen, aber unsichtbaren Entscheidungen verbilligen nach Ansicht der Designer am häufigsten unbewusst das Wohnzimmer.