Der Unabhängigkeitstag der Ukraine ist nicht nur ein Anlass, ein nationales Symbol zu tragen, sondern es in einem aktuellen, festlichen Gewand zu präsentieren. Das Styler-Projekt von RBC-Ukraine hat Looks ukrainischer Prominenter zusammengestellt, die beweisen: Das bestickte Hemd und ethnische Motive können feierlich, feminin und keineswegs alltäglich wirken. Die Auswahl umfasst sowohl klassische Varianten als auch mutige stilistische Lösungen, die sich leicht in der eigenen Garderobe für den 24. August nachempfinden lassen.

Wyszhywanka als Akzent, nicht als komplettes Outfit

Das wichtigste Prinzip des modernen Festlooks: Man muss nicht unbedingt ein komplettes Set traditioneller Kleidung kaufen. Eine ausdrucksstarke Details reicht – ein besticktes Hemd, ein Tuch, ein Schmuckstück oder sogar eine Tasche mit ukrainischem Ornament. Genau diese „punktuelle“ Strategie erlaubt es, die nationale Ästhetik in die urbane Garderobe einzubinden, ohne übermäßige Dekoration, und den Look leicht und aktuell zu halten.

Dschamala: Das Ornament als Hauptfigur des Looks

Die Sängerin Dschamala ist wiederholt in Kleidung mit ukrainischen Motiven in der Öffentlichkeit aufgetreten – in ihrem Kleiderschrank befinden sich laut Styler mehr als 40 traditionell bestickte Hemden. Sie setzt auf eine reduzierte Silhouette und lässt das Ornament zum zentralen Akzent werden. Kürzlich präsentierte sie einen Look mit Palazzo-Hosen und einer kurzen Weste, verziert mit lebhafter Stickerei in floralen und geometrischen Mustern in Rot-, Grün- und Weißtönen – die Dekoration verweist auf traditionelle Motive, wirkt aber im urbanen Kontext organisch.

Lilija Rebrjuk und Lesja Nikitjuk: vom Alltag bis zu mutigen Lösungen

Lilija Rebrjuk zeigt, dass das Wyszhywanka-Hemd sowohl alltagstauglich als auch festlich sein kann: Die Moderatorin kombiniert bestickte Hemden mit Shorts, Röcken, Jeans und Hosen und ergänzt die ethnischen Stücke durch minimalistische Accessoires, damit das komplexe Ornament nicht „untergeht“. Lesja Nikitjuk fürchtet sich hingegen nicht vor Experimenten: Statt eines klassischen Hemds wählt sie ein schwarzes Mini-Kleid mit Stickerei – mit V-Ausschnitt, Taillenbetonung, voluminösen Ärmeln und kontrastreichem goldenem Ornament in Form von Ähren. Vor dem Hintergrund der Kyjwer Skyline mit dem Monument „Mutterschaft“ erhält solch ein Outfit eine besondere patriotische Note.

Katja Osadschaja und Olena Selenska: Die Eleganz der Tradition

Katja Osadschaja wählt häufig Stücke, in denen sich ukrainische Ästhetik und Eleganz verbinden: bestickte Hemden, Kleider und Accessoires mit ethnischen Details werden zur Grundlage eines Festlooks ohne Überladung. Die erste Variante eignet sich besonders für alle, die nicht vollständig auf ein traditionelles Outfit umsteigen möchten – eine ausdrucksstarke Details genügt. Olena Selenska hat ihrerseits wiederholt Wyszhywanka-Hemden und Kleidung mit ukrainischen Ornamenten für wichtige öffentliche Anlässe gewählt und gezeigt, wie traditionelle Motive in eine zurückhaltende moderne Garderobe passen. Besonders wirkungsvoll wirken Schwarz-Weiß-Kombinationen, in denen das ethnische Ornament zum Hauptakzent wird.

Praktische Tipps für den 24. August

Styler nennt mehrere fertige Szenarien: eine einfache Variante für Spaziergänge und Familienfeiern, eine zurückhaltendere – für offizielle Anlässe, eine feminine – mit reduzierten Schmuckstücken, und eine selbstgenügsame, die keine zusätzlichen Accessoires benötigt. Die wichtigste Regel des Gleichgewichts: Wenn die Stickerei lebhaft und voluminös ist, sollten die übrigen Stücke möglichst schlicht sein; mit einem Basis-Hemd darf man sich hingegen ausdrucksstärkeren Schmuck oder interessante Schuhe erlauben. So fügen sich ukrainische Motive organisch in die moderne Mode ein – die Tradition bleibt die Hauptfigur, und der Look wirkt dabei aktuell und leicht.