In der Nacht vom 7. August 2026 erschütterte eine Serie starker Explosionen das Gebiet der vorübergehend besetzten Krim und führte zu einem Großbrand auf dem Militärflugplatz „Gwardeiskoje'. Laut Augenzeugenberichten und Überwachungskanälen erfolgten die Angriffe auf das Objekt in zwei Wellen, und die Feuersäule war aus mehreren Kilometern Entfernung sichtbar. Der Vorfall ereignete sich nachts, als der Flugplatz, ein wichtiger Knotenpunkt für den Start von Angriffsdrohnen, Ziel der Gegenmaßnahmen der Streitkräfte der Ukraine wurde.

Chronologie der Schläge und Ausmaß des Brandes

Entsprechend den in dem Telegram-Kanal „Krimskiy Veter' festgehaltenen Berichten von Augenzeugen waren die Einschläge auf dem Flugplatz in zwei Zeitfenstern zu hören: von 03:30 bis 03:39 Uhr und von 04:34 bis 04:47 Uhr. Dies deutet auf eine koordinierte Serie von Angriffen hin, die darauf abzielten, die Infrastruktur des Objekts zu zerstören. Bewohner der umliegenden Orte berichten, dass der Brand so intensiv war, dass er den Nachthimmel erleuchtete und die Feuerexplosion aus vielen Kilometern Entfernung sichtbar machte. Auf im Netz veröffentlichten Aufnahmen sind deutlich zwei Hauptbrandherde zu erkennen, die Hangars und Lagerhallen erfassten.

Ziel des Angriffs: Zerstörung der „Schahed'-Vorräte

Der Flugplatz „Gwardeiskoje' ist eines der strategisch wichtigen Objekte für die russische Militärgruppe in der Krim. Die russischen Besatzungstruppen nutzen diese Basis aktiv für den Start von Angriffsdrohnen vom Typ „Schahed' gegen das Territorium der Ukraine. Nach neuesten Daten brennen auf dem Gelände Lager für Kraftstoffe und Schmierstoffe (KSM) sowie mutmaßlich Munitionslager. Im Brandgebiet sind weiterhin periodische Detonationen zu hören, was darauf hindeutet, dass das Feuer Lager mit Sprengstoffen oder Raketen erreicht hat. Die Zerstörung einer solchen Infrastruktur versetzt der Logistik und dem Angriffspotenzial des Gegners einen schweren Schlag.

Zusätzliche Schläge auf die Krim und Jekaterinburg

In der Nacht zum 7. August beschränkte sich die Aktivität der Streitkräfte der Ukraine nicht nur auf die Krim. In Feodosija wurde ein Treffer registriert, wahrscheinlich auf eine Ansammlung von Militärfahrzeugen im Bereich des ehemaligen 13. Militärlagers an der Keratscher Straße. Auch im Bereich von Maloretschenskoje bei Aluschtja hörten die Bewohner vier starke Explosionen in der Nähe eines großen Umspannwerks. Parallel zu den Angriffen auf die Krim fügten ukrainische Drohnen einem Lager des Marktplatzes Wildberries in Jekaterinburg, 1700 km von der Grenze entfernt, einen Schlag zu, was die Ausweitung der Geografie der Gegenoperationen demonstriert.

Widersprüchliche Daten

Bei der Berichterstattung über die Ereignisse in Feodosija gab es Uneinigkeiten bezüglich des Angriffsziels. Zunächst verbreitete sich in den sozialen Medien die Information, dass eine örtliche Ölraffinerie von den Streitkräften der Ukraine getroffen wurde. Diese Version wurde jedoch später widerlegt. Nach aktualisierten Daten traf der Schlag auf eine Ansammlung von Technik im Bereich des Militärlagers und nicht auf ein ziviles Objekt. Darüber hinaus bleibt die genaue Liste der zerstörten Technik auf dem Flugplatz „Gwardeiskoje' vorerst unbekannt, da die russischen Behörden keine detaillierten Berichte über Verluste vorlegen, sondern sich auf allgemeine Phrasen über „Sabotageversuche' beschränken.