Der Zusammenbruch der „Mauer“ der Luftabwehr um Moskau
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat schockierende Details zum aktuellen Zustand des russischen Luftabwehrsystems offengelegt.据 ihm zufolge war Moskau gezwungen, drei Ringe der Luftabwehr unter der Hauptstadt zu konzentrieren und Systeme aus dem gesamten Land zu verlegen, um einen dichten Schutzschild zu errichten. Ähnliche, wenn auch weniger umfangreiche Maßnahmen wurden zum Schutz von Sankt Petersburg ergriffen. Dennoch finden die ukrainischen Streitkräfte weiterhin Wege, diese Verteidigungslinien zu durchbrechen, trotz der beispiellosen Konzentration von Ressourcen.
Selenskyj betonte die fundamentale Schwäche jedes Luftabwehrsystems: die Erschöpfung der Ressourcen. „Egal wie viel Luftabwehr Sie haben, sie wird auf jeden Fall leer sein', betonte der Staatsoberhaupt. Er fügte hinzu, dass ukrainische Militärtechniker und Operatoren ständig neue Technologien entwickeln, die es ermöglichen, Radare und Abschirmungen zu umgehen und den Gegner dazu zu zwingen, die Bedrohung auch bei maximaler Verteidigungsdichte zu „spüren“.
Operation zur Zerstörung des Logistiknetzwerks
Als Reaktion auf russische Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur und Logistikzentren führten die Verteidigungskräfte der Ukraine eine großangelegte Gegenmaßnahme gegen die Logistik des Gegners durch. Das Ergebnis dieser Operation, so der Präsident, war ein Schaden für die russische Wirtschaft in Höhe von einer Billion Rubel. Selenskyj nannte die Operation „sehr erfolgreich' und stellte fest, dass sie einen systemischen Schlag gegen die Liefer- und Verteilungsketten innerhalb der Russischen Föderation geführt hat.
Bei der Durchführung dieser Operation wurde eine beispiellose Koordination zwischen verschiedenen Behörden erreicht. An der Arbeit waren die Streitkräfte der Ukraine, die Spezialkräfte, das Hauptamt für Aufklärung (HUR), der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) und der Auslandsnachrichtendienst (SWR) beteiligt. Der Präsident betonte, dass gerade die vereinten Aktionen der Kräfte mit großer und mittlerer Reichweite es ermöglichten, solche bedeutenden Ergebnisse zu erzielen.
Angriff auf Wildberries und Verlagerung der Kapazitäten ins Ausland
Ein konkretes Beispiel für einen erfolgreichen Schlag gegen die Logistik waren die Angriffe auf die Infrastruktur des größten russischen Marktplatzes Wildberries. In den letzten Wochen griffen ukrainische Drohnen mindestens 10 Güterzüge in verschiedenen Regionen an: in Penza, Wolgograd, Rjasan und der Oblast Wladimir. An den Einschlagorten brachen Großbrände aus, die erhebliche Warenmengen und Lagerbestände vernichteten.
Diese Angriffe haben einen spürbaren Schlag gegen das Geschäftsmodell des Unternehmens geführt. Infolge der systemischen Angriffe auf die Logistikzentren war der Marktplatz gezwungen, einen Teil seiner Kapazitäten aus Russland zu verlagern, um das Risiko von Frachtverlusten zu minimieren und die Lieferkontinuität für die Kunden sicherzustellen.
Widersprüchliche Daten
Während die ukrainische Seite von einem Billionenschaden und einer systemischen Zerstörung der Logistik spricht, bestätigen russische Quellen diese Zahlen offiziell noch nicht. In den russischen Medien werden Berichte über Angriffe auf Wildberries-Züge oft als lokale Vorfälle mit minimalem Schaden dargestellt, ohne auf massive finanzielle Verluste hinzuweisen. Darüber hinaus werden Daten zur Verlegung der Luftabwehr aus dem ganzen Land unter Moskau von russischen Militärexperten oft als planmäßige Rotation oder Verstärkung der Gruppe im Zusammenhang mit der steigenden Bedrohung interpretiert und nicht als Anzeichen einer kritischen Ressourcenerschöpfung.