Frankreich hat offiziell bestätigt, dass Vertreter europäischer Länder an den Gesprächen zur Beendigung des Krieges in der Ukraine teilnehmen werden, die am 10. und 11. November in Abu Dhabi stattfinden. Dies erklärte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot und betonte, dass die europäische Seite bei dem Treffen «wiedergemäß bzw. würdevoll» vertreten sein wird.

Pariser Position

«Die Europäer werden würdig vertreten sein. Frankreich wird nach Abu Dhabi kommen, um an diesen Diskussionen teilzunehmen», erklärte Barrot. Gleichzeitig stellte der Leiter des französischen Außenministeriums klar, dass der konkrete Name des Landesvertreters bei den Gesprächen noch nicht genannt wurde: «Ich kann noch nicht sagen, wer Frankreich bei dieser Veranstaltung vertreten wird, aber Frankreich wird zweifellos dort sein».

Zusammensetzung der Verhandlungsgruppen

Die Ukraine und Russland bereiten sich auf eine neue Runde trilateraler Verhandlungen unter US-Vermittlung vor. Der ukrainischen Delegation gehört der Leiter des Präsidialamtes Kyrylo Budanow an. Moskau hat ebenfalls die Zusammensetzung seiner Gruppe bekannt gegeben, die erneut vom russischen Präsidentenberater Wladimir Medinski geleitet wird. Zur Delegation gehören der stellvertretende Außenminister Sergej Rjabkow, der hochrangige Vertreter des Generalstabs Juri Schigarlowski, der stellvertretende Außenminister Michail Galusin und der Leiter des Militärgeheimdienstes Igor Kostjukow.

Verhandlungsagenda

Nach Angaben des US-Sondergesandten Steve Witkoff planen die Parteien bei dem Treffen Nachkriegssicherheitsabkommen, Deeskalation, humanitäre Fragen und weitere Schritte zum Frieden zu besprechen. Damit deckt die Agenda sowohl militärpolitische als auch humanitäre Aspekte der Regelung ab.

Einschätzung der Analysten

Das Institut für Kriegsforschung (ISW) wies darauf hin, dass sich unter den Mitgliedern der russischen Delegation Vertreter befinden, die zuvor die Forderungen des Kremls vorangetrieben oder den Verhandlungsprozess verschleppt haben. Analysten sehen darin ein Zeichen dafür, dass Moskau möglicherweise nicht an einem konstruktiven Dialog interessiert ist. Dennoch zeigen die Tatsache, dass die Runde in Abu Dhabi stattfindet, und die Bestätigung der europäischen Teilnahme, dass der Verhandlungspfad aktiv bleibt.