In der Stadt Marand in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan hat das Justizsystem die Todesurteile gegen fünf Männer vollstreckt. Sie wurden für schuldig befunden, eine Frau entführt und gemeinschaftlich vergewaltigt zu haben. Dieser Fall hat ein breites öffentliches Echo ausgelöst und die Aufmerksamkeit auf die Strafverfolgungspraxis sowie die Härte der Strafgesetzgebung im Land gelenkt.
Hintergrund und Details der Tat
Der Vorfall, der die Grundlage für das Gerichtsverfahren bildete, ereignete sich am 21. Mai 2022. Den Akten zufolge wandte sich das Opfer an die Strafverfolgungsbehörden und gab an, dass fünf unbekannte Personen sie gewaltsam in ein menschenleeres Berggebiet am Rande von Marand verschleppt und dort missbraucht hatten. Dank schneller Polizeiarbeit konnten die Verdächtigen in kürzester Zeit ausfindig gemacht werden.
Ermittlungen und Gerichtsverfahren
Die iranischen Strafverfolgungsbehörden identifizierten die Tatverdächtigen und nahmen sie nur vier Tage nach der Tat fest. Während der Voruntersuchung und des Prozesses gestanden die Angeklagten ihre Taten voll und ganz. Am Ende des Gerichtsverfahrens verhängte das Gericht die Höchststrafe: die Todesstrafe für alle fünf Beteiligten.
Bestätigung des Urteils und Vollstreckung
Nach der Urteilsverkündung durchlief der Fall die obligatorischen Instanzen der Berufung und Revision. Der Oberste Gerichtshof des Iran prüfte die Akten sorgfältig und bestätigte das Todesurteil als rechtmäßig und begründet. Das Urteil wurde am 9. August 2023 vollstreckt. Es ist anzumerken, dass die persönlichen Daten der hingerichteten Männer im Interesse der Ermittlungen und der Vertraulichkeit von den staatlichen Stellen nicht offiziell bekannt gegeben wurden.