Der ehemalige Weltmeister im Schwergewicht Tyson Fury hat sich erneut scharf über Anthony Joshua geäußert und warf ihm sowie seinem Promoter Eddie Hearn vor, den Kampf bewusst zu vermeiden. Laut dem Medium Sport RBC.UA veröffentlichte der „Zigeunerkönig“ eine emotionale Botschaft auf Instagram, in der er behauptet, er habe „tausendmal“ seine Zustimmung zu einem Kampf an jedem Ort der Welt gegeben, während das Team von Joshua seinerseits neue finanzielle Forderungen stellt und Gerüchte über Frys Unwillen, in England zu kämpfen, verbreitet.

Vorwürfe an Hearn und das Joshua-Lager

Fury wählte keine glatten Worte und nannte seinen Gegner einen „Sikun“ und Hearn eine „dumme Wurst“. „Wenn du auch nur ein bisschen Mann wärst, hättest du diese dumme Wurst Hearn überlistet, würdest du mit mir in den Ring steigen und einen Kampf liefern. Warum zur Hölle sollte ich nicht in England kämpfen wollen? Ich bin der Zigeunerkönig. Ich werde in Brasilien, in Morecambe, in Derby oder sogar auf dem Mars kämpfen!“, erklärte der Boxer und betonte seine Bereitschaft, in jeder Jurisdiktion und in jedem Format in den Ring zu steigen.

Die Frage des Ortes: New York gegen England

Der entscheidende Punkt des Konflikts um den Mega-Fight bleibt das Land der Austragung. Trotz der Tatsache, dass beide Seiten laut ihren Aussagen den Kampf in England sehen möchten, wird in den Medien New York als Austragungsort genannt. Fury erinnerte daran, dass er 67.000 Tickets auf „Tottenham“ ausverkaufte, und wandte sich sarkastisch an Joshua: „Du hast 67.000 Tickets auf „Tottenham“ ausverkauft, ja? Geh, lebe dein Leben, du sentimentaler Abfall.“ Zu den möglichen Arenen zählen „Madison Square Garden“ in New York, „SoFi Stadium“ in Los Angeles und „Wembley“ in London.

Widersprüchliche Angaben

In den vorliegenden Materialien gibt es eine Unstimmigkeit bezüglich des Status des Austragungsortes. Einerseits wird behauptet, dass „der Austragungsort New York in den USA festgelegt wurde“, was wie eine bereits getroffene Entscheidung klingt. Andererseits wird New York im selben Text nur einer von mehreren „möglichen Orten“ neben Los Angeles und London genannt, und Fury selbst besteht darauf, „überall“ kämpfen zu wollen. Somit beschreibt eine Version den Ort als festgelegt, die andere als Gegenstand laufender Verhandlungen. Bis zur Unterzeichnung des Vertrags ist keine der Versionen endgültig.

Die Form der Boxer und Frys Reserveplan

Beide Anwärter nähern sich dem potenziellen Kampf auf einer Welle von Siegen: Anthony Joshua knockte Christian Pranger aus, während Tyson Fury den 64-jährigen Mariusz Wach vorzeitig besiegte. Dabei hat Fury einen klaren Reserveplan skizziert: Falls die Verhandlungen mit Joshua erneut in eine Sackgasse führen, wird er im November einen Zwischenkampf gegen einen anderen Gegner bestreiten. Die Verhandlungen zur Organisation des Mega-Fights liefen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch.