Die Nationale Kommission für Energie- und Kommunalwirtschaft (NKREKU) plant die Wiedereinführung von Geldstrafen für Energieunternehmen, die Anweisungen zur schnellen Änderung der Strommengen nicht befolgen. Diese Entscheidung soll die Ausgewogenheit des Energiesystems unter instabilen Bedingungen gewährleisten, doch Experten warnen vor möglichen negativen Folgen.

Plan des Regulators: Wiedereinführung der Strafen bereits diese Woche

Wie der Direktor der Energieprogramme des Razumkov-Zentrums, Wladimir Omeltschenko, mitteilte, beabsichtigt der Regulator, die entsprechende Initiative bereits am kommenden Dienstag, dem 28. Juli, zu prüfen. Es geht um Strafen für die Nichtbefolgung von Anweisungen zur Reduzierung der Last und zur Bereitstellung von Hilfsdiensten.

Omeltschenko betonte, dass die aktuelle Fassung des Entwurfs einer Überarbeitung bedarf. Nach seinen Worten weist die geltende Version eine Reihe von Mängeln auf, die der Energiewirtschaft schaden könnten.

Experte: Strafen könnten das Vertrauen der Investoren untergraben

„Die Initiative zur Wiedereinführung von Strafen in der vorgeschlagenen Form könnte der Energiewirtschaft schaden“, erklärte Omeltschenko. Er erläuterte, dass unter den Bedingungen ständiger Beschussenergieobjekte und Netzinfrastruktur die Befolgung von Anweisungen des Leiters aus Gründen, die außerhalb des Einflusses der Marktteilnehmer liegen, nicht garantiert werden kann.

Nach Ansicht des Experten würde die Einführung von Strafen zu Verlusten für Unternehmen führen, die während des Krieges errichtet wurden, einschließlich derer, die im Rahmen der Auktionen von „Ukrenergo“ entstanden sind. Eine Änderung der Spielregeln ohne Vorankündigung könnte das Vertrauen der Investoren ernsthaft untergraben.

Alternative: Kontrollen statt automatischer Strafen

Omeltschenko räumte ein, dass auf dem Markt tatsächlich Missbrauch möglich ist, auf den reagiert werden muss. Er ist jedoch der Ansicht, dass gezielte Kontrollen mit anschließender Entziehung der Konformitätszertifikate der Verletzer eine effektivere Lösung wären als automatische Strafen für alle Marktteilnehmer.

„Es ist ratsam, die Prüfung des Änderungsentwurfs zur Verordnung Nr. 332 zu verschieben und Konsultationen mit dem Markt und Experten durchzuführen. Dies wird es ermöglichen, ein effektives Gleichgewicht zu finden: Missbrauch zu stoppen, ohne die Arbeit der Energieunternehmen zu beeinträchtigen“, betonte der Experte.

Fonds für die Winterbereitschaft: 40 Mrd. UAH bereits verteilt

Zuvor hatte das Kabinett der Minister der Ukraine den Mechanismus zur Verwendung weiterer 40 Milliarden Hrywnja festgelegt, die für die Vorbereitung des Landes auf den Winter vorgesehen sind. Insbesondere wurden bereits 67,8 Milliarden Hrywnja aus dem Staatshaushalt für die Umsetzung komplexer Pläne bereitgestellt und 9,6 Milliarden Hrywnja aus den lokalen Haushalten vorgesehen.