In dem Informationsraum der Ukraine hat sich eine neue Welle von Gerüchten verbreitet. Im Internet kursieren beunruhigende Meldungen über einen nächtlichen Schlag gegen die Belüftungsstation Bortnyky in Kiew. Offizielle Vertreter der Militärstrukturen haben jedoch schnell auf diese Meldungen reagiert und diese als unbestätigt bezeichnet.
Offizielle Position des Generalstabs
Laut Informationen, die RBC-Ukraine vom Pressesprecher des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine, Dmytro Lykhovyj, erhalten hat, kann die Information über einen Treffer auf der Station derzeit nicht bestätigt werden. Der Vertreter der Behörde betonte, dass Kiew zwar nicht gegen ähnliche Bedrohungen in der Zukunft gefeit ist, die aktuellen Meldungen jedoch vorzeitig seien.
Aufruf zu kritischem Denken und Faktenprüfung
Dmytro Lykhovyj wandte sich mit einem Aufruf an die Bürger, über die Motive hinter der Verbreitung erfundener „Schreckgespenster' nachzudenken. Er forderte auf, aus solchen Situationen Schlüsse zu ziehen, um nicht in Panik zu verfallen. Der Sprecher widmete besondere Aufmerksamkeit der Arbeit der Medien und empfahl den Verlagen dringend, jede Information vor der Veröffentlichung über offizielle Auskünfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) zu überprüfen.
Kontext des Informationskrieges
Vor dem Hintergrund regelmäßiger russischer Beschussaktionen tauchen im Internet häufig Falschmeldungen über angeblich getroffene Infrastruktur- oder Militärobjekte auf. Der Generalstab war bereits zuvor mit ähnlichen Situationen konfrontiert: Nach einem Schlag gegen das Dorf Wischnowe in der Oblast Kiew musste die Behörde Gerüchte dementieren, wonach das getroffene Objekt den Streitkräften der Ukraine gehört habe.