Wenn Gläser nach dem Spülgang trüb werden und weiße Schlieren auf Tellern auftauchen, ist nicht unbedingt nur das Spülmittel schuld. Das Spülergebnis wird maßgeblich von der Wasserhärte, dem technischen Zustand der Spülmaschine sowie der richtigen Dosierung von Salz und Klarspüler beeinflusst. Experten und Haushaltsgerätehersteller wie Whirlpool erklären detailliert, warum dieses Problem auftritt und wie es effektiv behoben werden kann.

Hauptursachen für weiße Rückstände und Schlieren

Der Hauptverursacher für weiße Flecken ist meist hartes Wasser, das eine hohe Konzentration an Mineralsalzen enthält. Nach dem Verdunstern der Wassertropfen bleiben diese Mineralien auf Glas, Keramik und Besteck zurück. Das Problem wird verschärft, wenn die Wasserhärte am Gerät falsch eingestellt ist, Salz fehlt oder Klarspüler unzureichend dosiert wird. Fachleute empfehlen einen einfachen Test mit weißem Essig: Geben Sie etwas Essig auf ein weiches Tuch und wischen Sie über die trübe Stelle. Verschwindet der Fleck, handelt es sich um Mineralablagerungen. Bleibt die Oberfläche trüb, ist die Glasstruktur höchstwahrscheinlich durch Hitze und Chemikalien beschädigt worden.

Widersprüchliche Daten und alternative Ansichten

Während die meisten Hersteller und Servicezentren darin übereinstimmen, dass weiße Rückstände auf Mineralablagerungen oder chemische Korrosion zurückzuführen sind, verweisen einige Nutzer und Reparaturexperten auf eine andere häufige Ursache. Ein Überschuss an Spülmittel (insbesondere bei günstigen All-in-1-Tabs) hinterlässt einen dünnen, klebrigen Film, der oft fälschlicherweise für Mineralablagerungen gehalten wird. Dieser Film lässt sich nicht mit Essig lösen; zu seiner Entfernung ist ein Leerlauf mit speziellen Fett- und Kalkreinigern erforderlich.

Regelmäßige Reinigung und Pflege der Spülmaschinenteile

Die Spülqualität hängt direkt von der Hygiene des Geräts ab. Mit der Zeit sammeln sich Fett, Futterreste und Kalk im Inneren an. Zunächst sollte der Siebfilter regelmäßig überprüft und gereinigt werden, da er grobe Essensreste auffängt, die den Wasserkreislauf behindern. Ebenso wichtig sind die Sprüharme: Ihre kleinen Öffnungen verstopfen oft durch Speisereste oder Mineralien. Gelegentlich sollten auch die Türdichtungen abgewischt, der Spülmittelbehälter gereinigt und ein Leerlauf mit einem Intensivreiniger durchgeführt werden.

Richtige Beladung und Geräteeinstellungen

Neben der Reinigung der Teile müssen die Betriebshinweise beachtet werden. Eine Überladung der Körbe und zu nah beieinander stehendes Geschirr blockieren den Wasserzugang und die Sprüharmbewegung. Zudem müssen Salz- und Klarspülermengen gemäß der regionalen Wasserhärte korrekt eingestellt sein.