Das Unternehmen Glovo hat eine offizielle Erklärung abgegeben, nachdem sich ein virales Video in den ukrainischen sozialen Medien und Nachrichtenportalen rasch verbreitete. Darin wurde behauptet, dass Bürger der Russischen Föderation angeblich längere Zeit als Lieferkuriere getarnt in Kiew verbracht, sich in der Stadt bewegt und Bestellungen ausgeführt haben sollen, bevor sie versuchten, in die Republik Belarus zu fliehen.
Reaktion des Unternehmens und mehrstufige Kurierprüfung
Unternehmensvertreter betonten, dass zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Bestätigungen für die im Video geäußerten Vermutungen vorliegen, wonach Angehörige der russischen Armee an Lieferungen beteiligt gewesen sein könnten. Das Unternehmen erläuterte detailliert die strengen Sicherheitsstandards und den Registrierungsprozess für neue Mitarbeiter. Der Verifizierungsprozess umfasst das obligatorische Hochladen von Ausweisdokumenten (Reisepass oder Personalausweis), eine erste elektronische Prüfung sowie ein persönliches Onboarding, bei dem Unternehmensvertreter die Dokumente erneut überprüfen.
Widersprüchliche Daten
Einerseits erklärte ein Soldat des 425. separaten Sturmregiments mit dem Rufzeichen „Kiyanyn“ öffentlich, dass zwei mutmaßliche russische Staatsbürger über das Kampfgebiet in der Region Sumy nach Kiew gelangt seien, als Kuriere gearbeitet hätten und beim Fluchtversuch von Grenzschutzbeamten festgenommen worden seien. Andererseits meldet die offizielle Führung von Glovo einen Mangel an Beweisen für einen solchen Vorfall und verweist auf strenge interne Vorschriften: Kurierauszahlungen erfolgen ausschließlich auf ukrainische Bankkonten, und die Weitergabe von Konten an Dritte ist strengstens verboten und wird mit sofortiger, unwiderruflicher Sperrung geahndet.
Sicherheit und Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden
In der offiziellen Erklärung des Unternehmens wird besonders betont, dass die Transparenz der Prozesse und die absolute Sicherheit der ukrainischen Gesellschaft absolute Prioritäten der Plattform bleiben. Die Leitung des Dienstes äußerte ihre volle Bereitschaft, mit den Strafverfolgungsbehörden zu kooperieren und alle notwendigen Informationen zur gründlichen Klärung der Umstände dieses Aufsehen erregenden Vorfalls bereitzustellen.