Google hat das September-Update der Plattform Android Drop veröffentlicht, das fünf bedeutende Neuerungen für Smartphones enthält. Laut RBC-Ukraine, unter Berufung auf den offiziellen Kanal „News From Google“, umfasst das Update-Paket mehrere zentrale Anwendungsszenarien: die Verwaltung persönlicher Gegenstände mit Hilfe von künstlicher Intelligenz, den Kampf gegen Reisekrankheit im Verkehr, die Verbesserung der Barrierefreiheit für blinde Nutzer sowie die Erweiterung der Messaging-Funktionen. Das Update wird in Wellen ausgerollt, und verschiedene Funktionen stehen in unterschiedlichen Systemversionen zur Verfügung – ein wichtiger Punkt für Gerätebesitzer.

Gemini in Find Hub: Gegenstände finden ohne physische Tracker

Die auffälligste Änderung betrifft den Dienst Find Hub, in den Google den Assistenten Gemini integriert hat. Nutzer müssen nun nicht mehr physische Tracker wie Pixel Tag oder AirTag kaufen, um wertvolle Gegenstände nicht zu verlieren. Der Assistent kann sich merken, wohin der Nutzer etwas gelegt hat – etwa den Reisepass oder Ersatzschlüssel – und auf Anfrage den Standort mitteilen. Zur Verbesserung der Beschreibung kann ein Foto angehängt werden. Das Finden des Gegenstands ist anschließend ebenso einfach: Man fragt Gemini danach oder öffnet den Tab der gespeicherten Gegenstände in Find Hub. Die Funktion ist auf Geräten mit Android 16 und neueren Versionen in Ländern verfügbar, in denen Gemini und Find Hub angeboten werden.

Motion Assist: Schutz gegen Reisekrankheit im Verkehr

Die separate Funktion Motion Assist wurde entwickelt, um Reisekrankheit bei der Smartphone-Nutzung in Bewegung zu bekämpfen. Im Prinzip ähnelt sie Apples „Vehicle Motion Cues“: Das System zeigt auf dem Bildschirm bewegliche Punkte an, die mit der Bewegung des Fahrzeugs synchronisiert sind. Dies hilft dem Gleichgewichtsorgan, sich an die visuelle Wahrnehmung anzupassen, und reduziert das Unbehagen. Nutzer können Form, Farbe und Transparenz der Punkte einstellen sowie den Modus automatisch oder manuell über das Schnellzugriff-Panel aktivieren. Motion Assist wird auf allen Smartphones mit Android 17 erscheinen.

Guided Vision: Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte

Für Menschen mit Sehbehinderungen wurde im Gemini-Live-Modus der Modus Guided Vision hinzugefügt. Mit Hilfe der Smartphone-Kamera unterstützt die künstliche Intelligenz bei der Orientierung im Raum und bei der Lösung alltäglicher Aufgaben. Bemerkenswert ist, dass die Technologie für eine breite Palette von Geräten ausgelegt ist: Sie ist ab Android 9 und neueren Versionen in Regionen verfügbar, in denen Gemini funktioniert, was sie zu einer der am weitesten verbreiteten Funktionen in diesem Update macht.

Google Messages: Integration mit Keep und Chat-Individualisierung

Die App Google Messages erhielt eine direkte Integration mit dem Dienst Google Keep. Im Menü zum Hinzufügen von Inhalten (Symbol mit Plus) erschien ein entsprechender Link, mit dem gemeinsame Listen – etwa Einkaufslisten oder Urlaubspläne – direkt im Chat-Fenster erstellt und bearbeitet werden können, ohne zwischen Apps zu wechseln. Darüber hinaus verfügt Messages über zusätzliche Individualisierungsoptionen: Nutzer können beliebige Bilder oder Fotos aus der Galerie als Hintergrund für einzelne Chats festlegen. Die Textblasen passen ihre Farbpalette automatisch an das gewählte Bild an, ihre Farbe kann jedoch auch manuell eingestellt werden.

Anforderungen an Versionen und geografische Verfügbarkeit

Wichtig zu beachten ist, dass die Funktionen mit unterschiedlicher Bindung an Systemversionen aktualisiert werden: Find Hub mit Gemini erfordert Android 16 und neuer, Motion Assist – Android 17, und Guided Vision ist bereits ab Android 9 verfügbar. Außerdem funktionieren alle Gemini-basierten Funktionen nur in Regionen, in denen der Dienst eingeführt wurde. Somit wird der vollständige Satz an Neuerungen nicht sofort und nicht auf allen Geräten verfügbar sein, sondern erst mit der Verbreitung der entsprechenden Android-Versionen und der geografischen Abdeckung von Gemini.