Google hat offiziell eine neue Kategorie von Rechengeräten vorgestellt – die Googlebook-Laptops, die auf dem Betriebssystem Android basieren. Im Gegensatz zu den budgetorientierten Chromebook, die seit vielen Jahren die Nische der günstigen Geräte für den Unterricht und die grundlegende Arbeit mit Webdiensten besetzen, richten sich die neuen Googlebook an das Premiumsegment und positionieren sich als direkte Alternative zu Geräten mit Windows und macOS. Die Vorbestellungen sind bereits eröffnet, der offizielle Verkauf startet am 4. Oktober 2026.
Einheitlicher Code-Stack und native Nutzung des Play Store
Der entscheidende architektonische Unterschied der Googlebook zu den bisherigen Chromebook besteht darin, dass sie auf einem einheitlichen Code-Stack mit dem mobilen System Android aufgebaut sind. Dadurch können Anwendungen aus dem Play Store nativ ausgeführt werden, ohne virtuelle Maschinen zu verwenden – was zuvor eine der größten Einschränkungen des Chrome-OS-Ökosystems war. Darüber hinaus sind die Geräte mit einer speziellen Desktop-Version des Browsers Chrome ausgestattet und unterstützen eine tiefere Integration mit Smartphones. Für Entwickler steht die Umgebung Antigravity zur Verfügung, die zum Erstellen, Testen und Bereitstellen von Anwendungen dient, sowie ein vollwertiges Terminal mit CLI-Unterstützung.
Fünf Modelle führender Hersteller
Die erste Googlebook-Linie umfasst fünf Modelle von Partnerherstellern: Acer, Dell, HP, Lenovo und Asus. Alle Laptops verfügen über hochwertige Metallgehäuse, leuchtstarke OLED-Displays, Touchpads mit taktiler Rückmeldung und ein ventilatorloses Kühlsystem. Auf der Abdeckung jedes Geräts befindet sich ein LED-Panel namens Glowbar, das beim Systemstart leuchtet und den Akkuladezustand anzeigt. In Zukunft erhalten Entwickler ein spezielles Werkzeug zur Erweiterung seiner Funktionalität.
Unter den vorgestellten Modellen stechen hervor: Acer Googlebook 14 (ab 899 US-Dollar) – das einzige Transformationsgerät der Linie auf Basis des Intel Core Ultra 5 oder 7 mit 14-Zoll-OLED-Display in 2,8k; Dell XPS Googlebook (ab 1199 US-Dollar) – auf Basis von Snapdragon X Elite mit 13,4-Zoll-Display in 2,5k; HP Googlebook 14 (ab 1299 US-Dollar) – mit 14-Zoll-OLED-Display in 2,8k und Aluminiumgehäuse; Lenovo Googlebook 15 (ab 1299 US-Dollar) – mit 15,3-Zoll-OLED-Display, Gehäuse aus Magnesiumlegierung und Kohlefaser sowie Gesichtserkennung; Asus Googlebook 14 (ab 1299 US-Dollar) – das leichteste Laptop der Serie mit nur 1,0 kg Gewicht und 14-Zoll-OLED-Display in 3k.
Tiefe Integration mit Smartphones und neue Funktionen
Googlebook bietet eine Reihe neuer Funktionen zur Interaktion mit mobilen Geräten. Die Technologie Cast My Apps ermöglicht es, auf dem Android-Smartphone installierte Anwendungen in einem separaten Fenster auf dem Laptop zu öffnen und zu nutzen, ohne physischen Kontakt zum Telefon. Die Funktion Continue On erlaubt es, die Arbeit in Anwendungen dort fortzusetzen, wo der Benutzer auf dem Smartphone aufgehört hatte; für das Dateisystem ist ein durchgängiger Zugriff auf den Speicher des Mobilgeräts vorgesehen. Gleichzeitig führt Google strengere Anforderungen für die Installation von Anwendungen aus fremden Quellen ein: Der Download von APK-Dateien wird nur von Entwicklern erlaubt, die eine offizielle Identitätsbestätigung durchlaufen haben.
Künstliche Intelligenz Gemini als Systemkomponente
Das Googlebook-System ist tief mit den Gemini-Modellen integriert. Die neue Funktion Magic Pointer ermöglicht die Aktivierung der künstlichen Intelligenz durch einfaches Schwenken des Cursors: Sie kann automatisch Datumsangaben aus E-Mails in den Kalender übernehmen, den Posteingang auf Phishing prüfen oder ein Bild auf dem Bildschirm bearbeiten. Für die Spracheingabe steht das Werkzeug Rambler zur Verfügung, das Ausrufe entfernt und den Text automatisch korrigiert. Käufer eines beliebigen Googlebook-Modells erhalten ein Jahresabo des Dienstes Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher sowie einen Jahreszugang zum Gaming-Streaming-Dienst GeForce Now.
Widersprüchliche Angaben
In den bereitgestellten Faktencheck-Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Zahlen, Daten oder Geräteeigenschaften festgestellt. Alle vier Quellen (RBC, Korrespondent, Habr, Hi-Tech Mail.ru) bestätigen einstimmig das Verkaufsstartdatum am 4. Oktober 2026, die Liste der fünf Modelle und die grundlegenden technischen Daten. Die einzige geringfügige Abweichung betrifft die Formulierung des Cloud-Speicherumfangs im Abo: Im ursprünglichen Text befindet sich der Tippfehler „5 ТВ“, der im Kontext eindeutig als 5 TB (Terabyte) zu verstehen ist, was mit dem Tarif Google AI Pro übereinstimmt.