In der Branche der künstlichen Intelligenz zeichnet sich eine massive Umverteilung der Kräfte ab. Laut neuesten Daten der Analytik-Firma Fubon Research könnte der Konzern Google seinen wichtigsten Konkurrenten, Nvidia, bereits im Jahr 2028 beim Umsatz mit KI-Beschleunigern überholen.

Ambitionierte Prognosen und Zahlen

Der Suchmaschinenriese zeigt sich zuversichtlich und plant, zwischen 12 und 15 Millionen eigene Chips zu verkaufen. Zum Vergleich: Die aktuellen Prognosen für Nvidia sehen einen Verkauf von 8,2 Millionen Beschleunigern in diesem Jahr vor. Bis 2028 soll sich diese Zahl auf 12,4 Millionen Einheiten erhöhen. Sollte Google seine Pläne umsetzen, würde das Unternehmen bei der Anzahl der verkauften Chips an die erste Stelle rücken.

Es geht hierbei um Chips der Tensor Processing Unit (TPU) der neunten Generation. Genau diese spezialisierten Prozessoren werden die Grundlage für komplexe Berechnungen in neuronalen Netzen bilden.

Die Besonderheiten des Wettbewerbs

Es ist wichtig zu verstehen, dass ein direkter Vergleich der Verkaufszahlen seine Nuancen hat. Die Architektur der Chips von Google und Nvidia unterscheidet sich grundlegend, und auch die Geschäftsmodelle der Unternehmen sind nicht identisch. Nvidia verkauft seine Lösungen traditionell einem breiten Kundenkreis, während Google seine Beschleuniger häufig innerhalb seiner eigenen Cloud-Infrastruktur einsetzt, sie jedoch auch externen Kunden anbietet.

Produktionsherausforderungen

Um die angekündigten Ziele zu erreichen, muss Google eine erhebliche Produktionsaufgabe lösen. Derzeit werden die Chips für das Unternehmen ausschließlich vom taiwanesischen Hersteller TSMC gefertigt. Analysten merken an, dass Google für die Produktion von 12 bis 15 Millionen Einheiten wahrscheinlich einen weiteren Partner, nämlich Intel, in die Produktion einbeziehen muss. Ohne die Erweiterung der Produktionskapazitäten könnte die Umsetzung dieser ambitionierten Pläne gefährdet sein.