Der Konzern Google hat den breiten Start der neuen Anwendung Google Pics angekündigt, die zur Erstellung und Bearbeitung von Bildern mithilfe von künstlicher Intelligenz dient. Das Tool wird ab dem 18. August für Nutzer von Unternehmenskonten und Bildungseinrichtungen verfügbar sein. In der ersten Phase des Releases wird der Dienst als experimentelles Produkt im Rahmen des Programms Gemini Alpha fungieren.

Technologische Basis und Integration

Die Basis des neuen Editors bildet das KI-Modell Google Nano Banana. Das Produkt wurde unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Geschäftskunden entwickelt und wird in zwei Formaten arbeiten: als eigenständiges Web-App und als integrierter Bestandteil innerhalb des Office-Pakets Google Workspace. Das bedeutet, dass Funktionen zur Generierung und Bearbeitung von Grafiken direkt in „Google Docs', „Tabellen' und „Präsentationen' verfügbar sein werden.

Diese Architektur ermöglicht es, den Export von Bildern in externe Dienste zur Nachbearbeitung zu vermeiden. Nutzer können mit Grafiken in ihrer gewohnten Umgebung zur Erstellung von Dokumenten arbeiten.

Funktionalität und Bekämpfung von KI-Fehlern

Google Pics bietet eine breite Palette von Werkzeugen für die Arbeit mit visuellen Inhalten. Der Editor ermöglicht die Erstellung von Bildern basierend auf Textanfragen, die Verwaltung einzelner Elemente auf Bildern sowie das Bearbeiten oder Übersetzen von Text, der in Grafiken eingebettet ist. Ein wichtiges Merkmal ist die Möglichkeit, Bildelemente zu ersetzen.

Die Entwickler haben den Schwerpunkt auf die Beseitigung typischer Mängel gelegt, die dem generativen künstlichen Intelligenz eigen sind. Die Anwendung hilft, Diskrepanzen im Maßstab von Objekten zu korrigieren, Fehler oder Unsinn in Texten auf Bildern zu beheben sowie Konflikte zwischen Elementen und dem Hintergrund zu beseitigen.

Wettbewerbslandschaft und Analogien

Das Erscheinen von Google Pics verschärft den Wettbewerb auf dem Markt der Grafikeditoren. Die Neuheit positioniert sich als Alternative zu beliebten Online-Diensten wie Adobe Express und Canva sowie zu Fotobanken wie Shutterstock und iStock.

Die Funktionalität des Editors umfasst Werkzeuge, die Lösungen der Wettbewerber ähneln: die Funktion „Magic Grab' von Canva zur Änderung der Position und Größe von Objekten sowie eine Hintergrundentfernungstechnologie, die den Werkzeugen von Adobe ähnelt. Dies ermöglicht es den Nutzern, komplexe Manipulationen mit Grafiken vorzunehmen, ohne zu professioneller Software wechseln zu müssen.

Zugangsbedingungen und Limits

Die Einführung von Google Pics erfolgt schrittweise. Standardmäßig wird der Editor allen Workspace-Nutzern verfügbar sein, Administratoren von Organisationen können den Zugang zum Tool jedoch bei Bedarf einschränken. Mit der Erweiterung der Zielgruppe werden für den Dienst Nutzungslimits für Funktionen gelten. Dennoch können Nutzer bis zum 28. Februar 2027 mit einem prioritären Zugang rechnen. Derzeit sind die Veröffentlichungsdaten für Google Pics für Privatpersonen noch nicht bekannt.