In Washington gewinnt eine neue Initiative zur Verschärfung des Drucks auf Russland an Fahrt. Der parteiübergreifende Gesetzentwurf, der informell als „Graham-Sanktionen“ oder „Höllensanktionen“ bekannt ist, soll zum entscheidenden Instrument werden, um Wladimir Putin dazu zu bewegen, den Krieg zu beenden und Friedensgespräche mit der Ukraine aufzunehmen.
Ziel: Den Kreml der Ressourcen berauben
Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf Fox News berichtet, betrachten die US-Senatoren dieses Dokument als Mittel, um nicht nur den wirtschaftlichen Druck zu erhöhen, sondern Moskau den Zugang zur Finanzierung von Militäroperationen vollständig abzuschneiden. Die Initiative hat breite Unterstützung im Kongress gefunden und die parteipolitischen Unterschiede überwunden.
Der demokratische Senator Richard Blumenthal, einer der Hauptautoren des Gesetzentwurfs, fasste die Essenz der Initiative in einer harten Formulierung zusammen: „Dieses Dokument sagt Wladimir Putin: Ihre Tage des Krieges sind gezählt. Sie befinden sich auf der verlierenden Seite“. Nach seinen Worten besteht das Ziel darin, den russischen Führer zu überzeugen, jetzt an den Verhandlungstisch zu gehen, um eine weitere Zerstörung der Wirtschaft und den Verlust des internationalen Status zu vermeiden.
Das Erbe von Lindsey Graham und die Rolle der Verbündeten Russlands
Der Gesetzentwurf trägt den Namen des verstorbenen Senators Lindsey Graham, mit dem Blumenthal aktiv an anti-russischen Beschränkungen gearbeitet hat. Die Abschiedszeremonie für Graham fand, wie in den Medien angemerkt, am 29. Juli in Kiew statt, was symbolisch die enge Verbindung der amerikanischen Politik mit der ukrainischen Frage unterstreicht.
Während der Diskussionen lenkten die Senatoren auch die Aufmerksamkeit auf die Rolle dritter Länder. Blumenthal nannte China und Indien die „Hauptverantwortlichen“, die weiterhin die „militärische Maschine Russlands“ speisen. Genau auf diese Staaten richtet der Entwurf einen Teil seines Schlags, indem er die Einführung von Zöllen für diejenigen droht, die weiterhin russische Energieträger kaufen.
Die Position Kiews und der Status des Gesetzentwurfs
Das Treffen der US-Senatoren mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington bestätigte die Wichtigkeit dieser Initiative. Selenskyj dankte für die parteiübergreifende Unterstützung im Kongress und betonte, dass der Sanktionsdruck auf Russland aufrechterhalten und verstärkt werden muss. Die Parteien diskutierten die aktuelle Situation an der Front und die Bedürfnisse der Ukraine nach neuen Waffenlieferungen.
Gegenwärtig hat der Gesetzentwurf bereits die erste prozedurale Abstimmung im Senat bestanden. 86 Senatoren stimmten für das Dokument, 12 sprachen sich dagegen aus. Nun muss der Entwurf von der Repräsentantenkammer geprüft werden.
Falls angenommen, werden die neuen Maßnahmen nicht nur die russische Führung und den Finanzsektor betreffen, sondern auch den sogenannten „Schattenflotte“, die zur Umgehung der Beschränkungen genutzt wird. Dies könnte eine ernsthafte Herausforderung für die russische Logistik und den Export darstellen.