Ein neuer Trench in Karamealfarbe oder ein Pullover in warmem Rostrot kann auf der Kleiderbügel wunderbar aussehen, aber an einem Menschen ganz anders – besonders wenn die Farbe der Kleidung nicht zum natürlichen Hautunterton passt. Deshalb sollte man vor dem Kauf des nächsten „herbstlichen“ Pullovers oder Trenchs nicht nur auf die Trends achten, sondern auch darauf, wie genau diese Farbe das eigene Gesicht verändert. Eine Analyse beliebter Herbsttöne und ihrer vorteilhafteren Alternativen hat die Stylistin Jelena Schewtschenko in einer Instagram-Beitrag veröffentlicht, auf den das Projekt Styler von RBC-Ukraine mit Verweis zurückgriff.
Warum die Farbe am Gesicht so wichtig ist
Laut der Expertin ist die Farbe der Kleidung am Gesicht nicht nur aus modischer Sicht wichtig: Sie beeinflusst, wie der Hautton visuell wahrgenommen wird. Deshalb rät Schewtschenko, auf die „Temperatur“ des Farbtons zu achten und ein Kleidungsstück nicht nur deshalb zu kaufen, weil es besonders populär ist. Das Schlüsselprinzip, das die Stylistin vorgibt, besteht darin zu beurteilen, ob der Farbton das Gesicht frisch oder im Gegenteil stumpf und müde wirken lässt, und sich am eigenen Hautunterton zu orientieren, nicht an den modischen Laufstegpaletten.
Terrakotta und Khaki: Töne, die „ermüden“
Das warme Terrakotta kann, so die Einschätzung von Schewtschenko, schlecht mit einem kühlen Hautunterton harmonieren und das Gesicht visuell stumpfer wirken lassen. Als Alternative rät die Stylistin, einen Wein- oder Beerenton zu probieren: Sie passen ebenfalls gut in die Herbstpalette, können aber bei einem kühleren Hautton deutlicher wirken. Eine weitere beliebte Herbstfarbe – das sumpfige Khaki – verleiht dem Gesicht laut der Expertin visuell einen müden Eindruck. Anstelle davon schlägt Schewtschenka einen tiefen Nadelgrün-, satten Grünton vor.
Karamel und Rostrot: beliebt, aber nicht immer vorteilhaft
Karamel- und rostige Töne werden traditionell im Herbst besonders beliebt. Doch wenn eine warme Farbe das Gesicht visuell müder wirken lässt, sollte man eine andere Variante suchen. Schewtschenko rät, auf kühles Taupe oder neutrales Camel zu achten: Solche Töne helfen laut ihr, eine zurückhaltende und optisch „teure“ Herbstpalette ohne übermäßige Wärme am Gesicht zu bewahren. Gerade diese gedämpften, neutralen Töne zählt die Stylistin zu den wichtigsten Alternativen zu den „erwärmenden“ Karamel- und Rosttönen.
Wie man eine modische Farbe trägt, wenn sie nicht passt
Die Stylistin betont, dass man nicht vollständig auf modische Farben verzichten muss. Wenn ein Farbton am Gesicht nicht passt, kann man ihn im unteren Teil des Outfits belassen – in Hose, Rock oder Accessoires unterhalb der Taille – und am Gesicht die Farbe verwenden, die besser zur Erscheinung harmoniert. So bleibt das trendige Element im Look erhalten, beeinflusst aber die Wahrnehmung der Haut nicht mehr. Das Fazit ist einfach: Vor dem Kauf eines Herbststücks sollte man nicht nur die Größe, sondern auch die „Temperatur“ der Farbe am Gesicht anprobieren, damit der modische Ton frischer statt älter macht.