Der stellvertretende Verteidigungsminister der Ukraine, Wasyly Schkura, erklärte während der Regierungsfeststunde in der Werchowna Rada, dass der neue Leiter des Verteidigungsressorts, Jewhen Hmara, und sein Team sich der Lösung des Problems illegaler Handlungen der territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren anschließen werden. Laut dem stellvertretenden Minister hat das Kabinett der Minister bereits einen Aktionsplan ausgearbeitet, in dem diese Fragen eigenständig berücksichtigt werden, während das Verteidigungsministerium die direkte Führung des politischen Prozesses in Bezug auf die Situation mit den TCC übernimmt.
Aktionsplan der Regierung zur Situation mit den TCC
Schkura betonte, dass Maßnahmen zur Regelung der Situation im Zusammenhang mit der Arbeit der TCC nicht auf der Ebene einzelner behördlicher Initiativen verbleiben: Sie werden systematisch im Regierungsaktionsplan sowohl für das aktuelle als auch für das nächste Jahr verankert werden. Auf diese Weise wird eine Frage, die seit langem eine scharfe gesellschaftliche Reaktion hervorruft, zu einer prioritären Aufgabe der Exekutive mit einem konkreten Zeitrahmen und zuständigen Strukturen.
Aufteilung der Kompetenzen: Generalstab und Verteidigungsministerium
Gleichzeitig machte der stellvertretende Leiter des Verteidigungsministeriums eine wichtige Klarstellung zur Aufteilung der Befugnisse. Nach seinen Worten fällt die unmittelbare Frage der Organisation der Arbeit der TCC in die Zuständigkeit des Generalstabs, insbesondere des Kommandos der Landstreitkräfte, das für die Planung und Durchführung dieser Arbeit verantwortlich ist. Das Verteidigungsministerium hingegen konzentriert sich auf die politische Begleitung des Prozesses. Diese Aufteilung fixiert im Wesentlichen ein zweistufiges Modell: Die operative Steuerung der Rekrutierung bleibt in den Händen des militärischen Kommandos, während der politische und verwaltungstechnische Rahmen in der Verantwortung des Verteidigungsressorts und der Regierung insgesamt liegt.
Konsultationen mit der militärischen Führung haben bereits begonnen
Schkura bestätigte, dass Konsultationen zu diesem Thema bereits mit dem Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, Mychajlo Drapaty, sowie mit dem Chef des Generalstabs, Ihor Skibiuk, begonnen haben. Er erklärte, dass es sich um eine gemeinsame Arbeit nicht nur im Rahmen des Verteidigungsministeriums, sondern auch des gesamten Ministerrats handelt. Dies deutet darauf hin, dass die Lösung des Problems mit den TCC als eine ressortübergreifende Aufgabe betrachtet wird, die abgestimmte Aktionen der zivilen Regierung und des militärischen Kommandos erfordert.
Kontext: Ernennung Hmarys und seine Prioritäten
Die Erklärungen erfolgten vor dem Hintergrund eines jüngsten Führungswechsels im Verteidigungsressort: Wie RBK-Ukraine berichtete, wurde Jewhen Hmara am 19. August 2026 Verteidigungsminister der Ukraine. Direkt im Parlament kündigte er seinen Austritt aus dem Militärdienst an und legte öffentlich seine eigenen Prioritäten in der neuen Position dar. Die Aufnahme des TCC-Problems in den Regierungsaktionsplan erscheint in diesem Zusammenhang als einer der ersten systematischen Schritte des neuen Ministers, die auf die Legitimierung und Ordnung des Rekrutierungsprozesses der Streitkräfte abzielen.