Der chinesische Technologie-Riese Huawei, der aufgrund von Handelsbeschränkungen im Fokus der Weltmärkte steht, plant einen weitreichenden Schritt im Bereich der Halbleiter. Laut Branchenquellen plant das Unternehmen, eine eigene Fertigung von DRAM-Speicherchips aufzubauen. Dieses strategische Projekt wird in Partnerschaft mit dem chinesischen Hersteller Swaysure und unter aktiver staatlicher Unterstützung umgesetzt.

Diese Initiative zielt darauf ab, zwei kritische Herausforderungen zu bewältigen: die Abhängigkeit von globalen Speicherzulieferern zu verringern und den Geschäftsbetrieb angesichts des weltweiten Chipmangels sicherzustellen. Darüber hinaus soll die Errichtung einer eigenen Produktionsstätte als Versicherung gegen mögliche neue Handelsbeschränkungen seitens der USA dienen.

Parameter der neuen Fabrik

Die Partner planen den Bau eines hochtechnologischen Werks, das mit 12-Zoll-Wafern arbeiten kann. Die geplante Kapazität der Fabrik beträgt bis zu 140.000 Wafer pro Monat. In der ersten Produktionsphase wird der Fokus auf die Herstellung von 28-Nanometer-DRAM-Chips liegen.

Um dieses ehrgeizige Projekt umzusetzen, hat Huawei erfahrene Fachkräfte auf Weltklasse-Niveau gewonnen. Als Generaldirektor des Unternehmens wurde ein ehemaliger Direktor von TSMC ernannt, während ein ehemaliger Leiter von Elpida die Position des strategischen Beraters übernehmen wird. Ihre Erfahrung soll die technologische Kompetenz und die Effizienz des Produktionsstarts gewährleisten.

Rolle der Partner und des Staates

Trotz der beträchtlichen Erfahrung von Huawei bei der Entwicklung von Halbleitern verfügt das Unternehmen über kaum Erfahrung in der Massenproduktion von DRAM. Daher wird der Partner, das Unternehmen Swaysure, eine Schlüsselrolle im Projekt spielen. Es wird erwartet, dass die staatliche Unterstützung den Baufortschritt der Fabrik beschleunigt und dazu beiträgt, Risiken im Zusammenhang mit dem Speichermangel und der Abhängigkeit von Riesen wie Samsung, SK hynix und Micron zu minimieren.