Der Anführer der Huthi-Bewegung im Jemen hat Vertretern der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten kürzlich offizielle Sicherheitsgarantien zugesichert. Die britische Zeitung Financial Times veröffentlichte Details über kürzliche geheime diplomatische Kontakte zwischen den Huthi-Vertretern und westlichen Offiziellen. Demnach informierten die Huthi-Kräfte europäische Diplomaten direkt darüber, dass sie keineswegs beabsichtigen, Schiffe der EU anzugreifen.
Diplomatische Kontakte und Sicherheitsgarantien
Die Huthis betonten, dass sich ihre aktuelle militärische Kampagne ausschließlich gegen Saudi-Arabien und nicht gegen die internationale Schifffahrt oder lebenswichtige Logistikkorridore richtet. Ähnliche Zusicherungen wurden auch an die Vereinigten Staaten übermittelt. Durch indirekte diplomatische Verhandlungen auf neutralem Boden unter Vermittlung des Oman wurde die Sicherheit ziviler und militärischer US-Schiffe gewährleistet, um eine direkte Einmischung westlicher Großmächte zu verhindern.
Widersprüchliche Daten
Trotz der diplomatischen Zusicherungen bezüglich der Sicherheit von US- und EU-Schiffen berichten offene Quellen und Medien regelmäßig über anhaltende Kampfhandlungen und Angriffe. Insbesondere gemeldete Zwischenfälle mit US-Kriegsschiffen werfen Fragen auf und zeigen deutliche Widersprüche zwischen vertraulichen diplomatischen Absprachen und der realen Situation vor Ort.
Expertenanalyse und Folgen
Analysten gehen davon aus, dass die Zusicherungen an EU und USA den Huthis die Möglichkeit geben, ihre Raketen- und Drohnenkapazitäten gezielt gegen die Infrastruktur Saudi-Arabiens zu richten. Gleichzeitig minimiert die Bewegung das Risiko eines unmittellbaren und harten militärischen Gegenschlags durch westliche Nuklearmächte.