Am Abend erlitt das Lager der Lebensmittelhandelkette VARUS in Dnipro durch einen weiteren Schlag russischer Truppen Schäden. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf eine offizielle Veröffentlichung des Unternehmens berichtet, ist dies nicht der erste Vorfall: Die Anlage war bereits im Frühjahr bei einem Beschuss beschädigt worden. Die Kette selbst betonte, dass unter den Mitarbeitern keine Verletzten sind.

Wiederholter Schlag auf die Anlage in Dnipro

Laut Angaben des Unternehmens brannten nach dem Angriff die Lagerräume. Das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (DSNS) ermöglichte es, die Folgen einzudämmen und einen Teil der Warenbestände zu retten. VARUS dankte den Mitarbeitern des Dienstes ausdrücklich für die Hilfe bei der Beseitigung der Folgen des Schlags und der Brandbekämpfung.

Gerettete Ware wird bereits in die Märkte geliefert

Die überlebende Ware wird bereits aus dem Lager abtransportiert: Das Unternehmen teilte mit, dass die Ware in die Supermärkte geliefert werden soll, um Versorgungsengpässe für die Bewohner Dnipro zu vermeiden. Gleichzeitig warnte VARUS, dass ein Teil der Produkte einen leichten Rauchgeruch aufweisen kann — laut Erklärung der Kette befanden sich diese Bestände in einem Raum, der dem Feuer ausgesetzt war.

Was die Kette VARUS sagt

„Wir laden diese Ware bereits ein und bringen sie in die Regale der Supermärkte. Wenn Sie also von der Verpackung einen leichten Rauchgeruch wahrnehmen — wundern Sie sich nicht, das ist der wahre Duft unserer gemeinsamen Stärke“, erklärte das Unternehmen. Die Kette betonte zudem, dass sie unter Kriegsbedingungen für die Bewohner Dnipro weiterarbeiten und ihre Marktposition in der Region aufrechterhalten wird.

Kontext: Angriffe auf die Logistik im ganzen Land

Der Schlag auf das Dnipro-Lager ist Teil einer breiteren Serie von Angriffen auf die Lager- und Logistikinfrastruktur des Einzelhandels in verschiedenen Regionen der Ukraine: In offenen Quellen wurden auch Schäden an Lagern von VARUS und „ECO-Market“ in der Oblast Kiew sowie die Zerstörung eines Lagers eines großen Schokoladenherstellers dokumentiert. Der Gründer und Miteigentümer der Kette VARUS, Ruslan Schostak, hatte zuvor erklärt, dass bei dem derzeitigen Tempo der russischen Angriffe die vollständige Zerstörung der meisten Lagerkapazitäten der Ukraine Jahrzehnte dauern würde, und ein solches Szenario sei nur unter der Bedingung eines vollständigen Stops der Wiederherstellung der Lager im Land möglich.