Anlässlich des Tages der Stadt Dnipro vollzogen Angehörige des 7. Korps der Luftlandesturmtruppen (DschW) eine symbolische Geste, die Experten des Nationalen Rekordregisters der Ukraine als nationalen Rekord zertifizierten: Auf das 20 Meter hohe Denkmal von Taras Schewtschenko auf der Klosterinsel (Monastyrski) wurde die größte maroonfarbene Baskenmütze in der Geschichte der Ukraine aufgesetzt. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Verweis auf die offizielle Mitteilung des 7. Korps der DschW auf Facebook.
Parameter der rekordtragenden Mütze und Verfahren der Zertifizierung
Laut Angaben der Korpsführung beträgt der Durchmesser des Kopfbedeckungsstücks 1,36 Meter, der Sitzdurchmesser 1,08 Meter. Die Mütze wurde unter Einhaltung der Proportionen der offiziellen Kopfbedeckung der DschW und unter Berücksichtigung der Abmessungen des Denkmals des Kobsars (Schewtschenko) gefertigt. Die Zertifizierung des Rekords übernahmen Experten des Nationalen Rekordregisters der Ukraine, was der Veranstaltung einen offiziellen Status verleiht und sie zu mehr als einer bloßen symbolischen Aktion macht. Wie Vertreter des Korps erklärten, ist die maroonfarbene Baskenmütze ein „untrennbares Symbol des Sieges, des Mut und des unbeugsamen Geistes der Luftlandetruppen“, und ihr Aufsetzen auf das Denkmal wurde zu einem „zeichenhaften Ereignis, das die militärische Tradition mit der Ehrung des ukrainischen Kulturerbes verbindet“.
Dnipro als „Kriegsstadt“ und Rückwärtshub
Das 7. Korps betonte, dass die Aktion nicht nur einen festlichen, sondern auch einen dankbaren Charakter trägt. Seit Beginn des großangelegten Krieges hat sich Dnipro zu einem rückwärtigen, humanitären und medizinischen Hub für Militär und Zivilisten entwickelt, und für die Einheiten des Korps wurde die Stadt, in ihren Worten, zu einem „echten Zufluchtsort“. „Dnipro ist eine Kriegsstadt, die für unser Korps zum Zuhause geworden ist. Mit diesem Rekord demonstrieren wir die Einheit der Verteidigungskräfte der Ukraine und der Stadtgemeinde, unsere Hingabe an unsere Geschichte und unseren Dank an die Dniprorer“, so die Führung des 7. Korps der Luftlandesturmtruppen.
Reaktion der Stadtverwaltung: „Vervierfachung des Rekords“
Der Stellvertretende Bürgermeister von Dnipro, Andrij Denysenko, kommentierte das Ereignis und wies darauf hin, dass sich in der Stadt das höchste Schewtschenko-Denkmal der Welt befindet. Nach seinen Worten haben die Luftlandetruppen „dieses Symbol um einen weiteren Rekord ergänzt“. „In Dnipro steht das höchste Schewtschenko-Denkmal der Welt. Die Luftlandetruppen haben diesen Rekord heute verdoppelt. Denn diese Mütze ist die größte, die je auf der Welt genäht und getragen wurde“, erklärte Denysenko. Er dankte auch dem Personal des Korps: „Danke unseren Luftlandetruppen für dieses Geschenk, aber vor allem dafür, dass sie die Front halten und die östlichen Tore unserer Region verteidigen“.
Widersprüchliche Angaben
Bei der Beschreibung des Umfangs des Rekords ist eine geringfügige Abweichung in der Formulierung festzustellen. Die Führung des 7. Korps der DschW charakterisiert die Mütze in ihrer offiziellen Mitteilung als „die größte in der Geschichte der Ukraine“, also auf nationaler Ebene. Derweil erweiterte der stellvertretende Bürgermeister Andrij Denysenko in seinem Kommentar die Geografie und nannte die Mütze „die größte, die je auf der Welt genäht und getragen wurde“. In keiner der vorliegenden Quellen wird ein Verweis auf eine internationale Rekordzertifizierungsorganisation gegeben, die den weltweiten Status bestätigen würde. Auf dem Niveau der offiziellen Zertifizierung handelt es sich somit um einen nationalen Rekord der Ukraine, während die Formulierung „Weltrekord“ eine bewertende Aussage eines Vertreters der Stadtverwaltung bleibt.
Kontext: Kampfhandlungen des 7. Korps der DschW
Die Rekordaktion fand vor dem Hintergrund anhaltender intensiver Kampfhandlungen statt, an denen das 7. Korps der Luftlandesturmtruppen an der Ostfront beteiligt ist. Zuvor, im Dezember 2025, hatte die Korpsführung von einer „außergewöhnlich schwierigen“ Lage in der Umgebung der Furtübergänge über den Sewersky Donez berichtet, und Anfang Januar 2026 davon, dass der Gegner Kräfte für den Sturm der Ortschaft Hryschyno im Gebiet von Pokrowsk sammelt. In den letzten Monaten setzt das Korps auch aktiv autonome unbemannte Fluggeräte und Mesh-Kommunikationsnetze in den Kampfprozess ein, was laut ukrainischen Medienberichten eine Änderung des Kampfansatzes und Druck auf Einheiten der Russischen Streitkräfte ermöglicht. Das Aufsetzen der Mütze auf das Schewtschenko-Denkmal erhält unter diesen Umständen eine zusätzliche Bedeutung als Demonstration der Widerstandsfähigkeit und des moralischen Geistes einer Einheit, die unmittelbar an der Front im Einsatz ist.