In der Nacht zum 10. September 2026 trafen die russischen Streitkräfte Dnipro bereits zum dritten Mal innerhalb von 24 Stunden, woraufhin Lebensmittellager in Brand gerieten. Dies teilte der Leiter der Dnipropetrowsker Regionalen Militärverwaltung (RMA), Alexander Gantscha, mit, dessen Aussage von RBC-Ukraine zitiert wird. Laut seinen Angaben wurden die Informationen über Verletzte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch geklärt. Der Vorfall war Teil einer Reihe von Angriffen, die an einem Tag mehrere Ortschaften der Dnipropetrowsker Region trafen.

Brand in den Lebensmittellagern

Ziel des dritten Treffers des Tages waren Lebensmittellager in Dnipro. Nach dem Einschlag brach ein Feuer aus, wie visuelle Belege zeigen: Auf den Aufnahmen ist ein Feuerwehrmann in Schutzausrüstung zu sehen, der einen Wasserstrahl auf brennende Holzkonstruktionen, Trümmer aus verkohltem Material und dichte Rauchwolken richtet. Zum Zeitpunkt des Eingangs der Informationen von den Behörden wurden die Angaben zu menschlichen Opfern und Verletzten ausgerechnet in diesem Einzelfall noch nicht endgültig bestätigt – Gantscha betonte, dass die Angaben noch geklärt werden.

Wieder im Fadenkreuz: Bunge-Werk

Schon früher am selben Tag hatten die russischen Besatzer einen Drohnenangriff auf die Fabrik „Olejna“ geflogen, die dem amerikanischen multinationalen Konzern Bunge gehört. Der Bürgermeister von Dnipro, Boris Filatow, wies darauf hin, dass das Unternehmen im Zentrum der Stadt liegt und bereits nicht zum ersten Mal Ziel russischer Angriffe ist. Später teilte die Pressestelle von Bunge RBC-Ukraine mit, dass die Fabrik „Olejna“ ihre Arbeit infolge der Folgen des russischen Treffers eingestellt hat. Der wiederholte Treffer auf ein Objekt, das mit einem ausländischen Investor verbunden ist, unterstreicht erneut den systematischen Charakter der Angriffe auf die Industrieanlagen der Stadt.

Angriff auf Pawlohrad: Vier Tote und über 60 Verletzte

Neben den Treffern auf Dnipro griffen die russischen Streitkräfte am selben Tag das Einkaufszentrum „Gulliver“ in Pawlohrad an. Infolge des Einschlags brach im Gebäude ein Feuer aus. Laut vorliegenden Angaben kamen bei diesem Angriff vier Menschen ums Leben, mehr als 60 wurden verletzt. Unter den Verletzten sind drei Kinder: Jungen im Alter von 13, 14 und 15 Jahren. Der massive Charakter der Opfer unter der Zivilbevölkerung, einschließlich Minderjähriger, zeigt, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur weiterhin Teil der russischen Taktik bleiben.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den verschiedenen Quellen gibt es Abweichungen in der Anzahl der Treffer auf Dnipro innerhalb von 24 Stunden. Alexander Gantscha und RBC-Ukraine sprechen vom dritten Treffer des Tages, während die Zeitung „Pravda“ in einer Veröffentlichung vom 10. September 2026 von vier Angriffen innerhalb von 24 Stunden berichtet. Dies könnte damit zusammenhängen, dass der vierte Treffer erst nach der Aussage Gantschas registriert wurde, oder auf eine unterschiedliche Zählmethodik zurückzuführen sein (z. B. die Aufteilung eines Salvenschusses auf mehrere Episoden). Außerdem variieren auch die Angaben zu den Verletzten: In einer Veröffentlichung der „Pravda“ vom 2. September 2026 (die sich auf einen früheren Vorfall bezieht) wurde über zwei Tote und acht Verletzte in Dnipro berichtet, während nach den Angriffen vom 10. September in Pawlohrad vier Tote und über 60 Verletzte genannt werden. Diese Zahlen beziehen sich auf verschiedene Orte und Zeiträume, was eine vorsichtige Interpretation erfordert.

Reaktion der Behörden und Kontext

Die Reihe der Treffer vom 10. September 2026 zeigt eine anhaltende Tendenz zu wiederholten Angriffen auf dieselbe Infrastruktur innerhalb kurzer Zeit. Der wiederholte Treffer auf das Bunge-Werk, die Angriffe auf die Lebensmittellager und der Angriff auf das Einkaufszentrum mit massiven Opfern unter den Zivilisten zeichnen ein Bild gezielten Drucks auf wirtschaftliche und soziale Objekte der Dnipropetrowsker Region. Die lokalen Behörden klären die Informationen über die Verletzten weiter, und die Unternehmen, die zum Ziel der Angriffe wurden, müssen ihre Arbeit zwangsläufig einstellen.