Der Stadtrat von Kiew hat auf Ebene der zuständigen ständigen Kommission den Entwurf von Änderungen zum städtischen Sonderprogramm „Unterstützung und Entwicklung des Gesundheitswesens der Hauptstadt für die Jahre 2024–2027“ unterstützt. Dieser sieht die Einführung zusätzlicher nicht rückzahlbarer Zahlungen für die Mitarbeiter der Notarztdienste vor. Die Initiative, über die RBC-Ukraine unter Verweis auf das Gesundheitsamt der Stadt berichtet, zielt darauf ab, die Mediziner finanziell zu motivieren, die täglich in Zonen mit Einschlägen infolge russischer Angriffe ausrücken und unter erhöhter Gefahr erneuter Beschussarbeiten tätig sind. Das entsprechende Dokument hat bereits die Prüfung in der ständigen Kommission des Kiewer Stadtrats für Gesundheits-, Familien-, Sozial- und Veteranenpolitik durchlaufen und wartet nun auf die Annahme in der Sitzung des städtischen Parlaments.

Wem und wofür wird ein Zuschlag gezahlt

Es geht um die Mitarbeiter des KNPU „Zentrum für Notärztliche Hilfe und Katastrophmedizin der Stadt Kiew“ – genau diese Teams sind die Ersten, die in die Gebiete mit Einschlägen eintreffen und den Verletzten Hilfe leisten, selbst wenn über der Stadt erneut der Luftalarm ertönt. Der Entwurf sieht eine nicht rückzahlbare finanzielle Unterstützung vor, die über das Grundgehalt hinaus gezahlt wird. Für die Arbeit unmittelbar an den Einschlagorten ist ein höherer Satz vorgesehen als für den Dienst während eines allgemeinen Luftalarms. Die konkrete Höhe der Zahlung hängt von der tatsächlichen Arbeitszeit des Mediziners oder der Dauer des Einsatzes des Teams unter den jeweiligen Bedingungen ab. Das Gesundheitsamt betont, dass solche Zahlungen eine zusätzliche und nicht die Hauptform der materiellen Unterstützung für die in gefährlichen Gebieten arbeitenden Fachkräfte sein sollen.

„Die Mediziner rücken an die Einschlagorte aus und geraten oft selbst unter erneuten Beschuss“

Die Direktorin des Gesundheitsamts der Kiewer Stadtverwaltung, Tatjana Mostepan, erklärte in einem Kommentar zur Initiative: „Unsere Notteams arbeiten täglich dort, wo die größten Risiken bestehen. Während feindlicher Angriffe rücken die Mediziner an die Einschlagorte aus, retten Menschen und geraten oft selbst unter erneuten Beschuss.“ Nach ihren Worten bleibt die notärztliche Hilfe einer der wichtigsten Rettungsdienste der Hauptstadt, daher müsse die Unterstützung der Mitarbeiter nicht nur moralischer, sondern auch materieller Natur sein. Mostepan betonte auch, dass die ergriffenen Maßnahmen dazu dienen sollen, die Personalbelastung zu verringern und die Attraktivität des Dienstes unter den andauernden Kampfbedingungen zu erhöhen.

Schutzbekleidung und Metalldetektoren: Was noch in das Programm eingeht

Neben den Zuschlägen ist im Rahmen derselben Änderungen zum städtischen Sonderprogramm die Finanzierung von Spezialkleidung für die Mitarbeiter der Notarztdienste geplant. Nach dem Entwurf der Entwickler soll die Uniform über Schutzeigenschaften verfügen, die für die Arbeit unter gefährlichen Bedingungen erforderlich sind – es geht um Panzer- oder verstärkte Komponenten, die das Verletzungsrisiko bei Beschuss verringern. Außerdem ist in den medizinischen Einrichtungen, in denen Militärärztliche Kommissionen tätig sind, die Installation von stationären Metalldetektor-Schleusen geplant. Diese Maßnahme soll die Sicherheit sowohl der Mediziner selbst als auch der Besucher, die eine ärztliche Untersuchung durchlaufen, stärken. Damit geht das städtische Programm über reine finanzielle Anreize hinaus und umfasst ein Bündel von Maßnahmen zum physischen Schutz des Personals.

Kontext: Neue Arbeitsregeln für Krankenhäuser während Alarmen

Die Initiative zu den Zuschlägen fügt sich in ein breiteres Paket von Entscheidungen ein, die in den letzten Tagen getroffen wurden. Zur Erinnerung: Am 21. September 2026 hat das Kabinett der Minister der Ukraine neue Regeln für den Betrieb von Krankenhäusern während Luftalarmen genehmigt. Laut dem Dokument arbeiten die medizinischen Einrichtungen bei „gelber“ Gefahrenstufe im üblichen Modus weiter, müssen jedoch den unbehinderten Zugang der Patienten und des Personals zu den Schutzräumen gewährleisten. Bei „roter“ Stufe sind Mitarbeiter und Patienten verpflichtet, in sichere Orte überzugehen. Dabei ist es ausdrücklich verboten, Prozesse zu unterbrechen, deren Unterbrechung lebensgefährlich ist – insbesondere chirurgische Operationen, die Reanimation und die Intensivtherapie. Die notärztliche Hilfe arbeitet, wie in den Regeln festgelegt, unabhängig von der Gefahrenstufe durchgehend. Genau dieses durchgehende Funktionieren des Notdienstes unter Kampfbedingungen wurde zu einem der wichtigsten Argumente für die Einführung zusätzlicher Zahlungen.

Widersprüchliche Daten

In den vorliegenden Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in Zahlen, Daten oder Formulierungen festgestellt. Alle drei relevanten Medien (RBC-Ukraine, censor.net, kp.ua) berichten einhellig über die Unterstützung des Entwurfs durch die ständige Kommission des Stadtrats, über den nicht rückzahlbaren Charakter der Zahlungen und über die Bindung der Zuschlagshöhe an die tatsächliche Arbeitszeit. Die Unterschiede sind nur stilistischer Natur. Ein einzelner Quellentext, der die Tatsache der Prüfung des Entwurfs bestreiten oder eine andere Bewertung seines Status abgeben würde, wurde in der Auswahl nicht gefunden. Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Meldung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung einen Entwurf beschreibt, der auf Kommissionsebene unterstützt wurde, und kein endgültig vom Stadtrat angenommenes Gesetz – die endgültige Entscheidung wird in der Sitzung getroffen.