Die norwegische Königsfamilie durchlebt eine schwere Zeit: Zwei Wochen nach dem Tod von König Harald V. ist in dem Land seine Schwester, die 94-jährige Prinzessin Astrid, verstorben. Wie der norwegische Königshof mitteilte, verstarb die Prinzessin am 11. September 2026. Ihr Tod bedeutete den zweiten Verlust innerhalb eines Monats in den höchsten Kreisen der Monarchie und beendete die Reihe tragischer Ereignisse, die am 28. August mit dem Tod von König Harald V. im Alter von 89 Jahren begonnen hatte.

Umstände des Todes und letztes öffentliches Erscheinen

Prinzessin Astrid war bei der Beerdigung ihres Bruders am 9. September anwesend – dies war ihr letztes öffentliches Erscheinen. Bereits zwei Tage später, am 11. September, verstarb sie. Zwischen dem Ableben des Königs und dem Tod seiner Schwester lagen somit genau zwei Wochen, zwischen der Beerdigung und ihrem Tod nur zwei Tage. Nach dem Tod des Monarchen ging der Thron an seinen Sohn Haakon VIII. über, der am 1. September im Parlament die Treue zur Verfassung schwor und damit offiziell zum neuen König Norwegens wurde.

Widersprüchliche Angaben

In Veröffentlichungen verschiedener Medien wird das Ereignis mit zwei unterschiedlichen Zeitangaben dargestellt, was beim Leser den falschen Eindruck eines Widerspruchs zwischen den Versionen erwecken kann. Einige Quellen betonen, dass die Prinzessin „zwei Wochen nach dem Tod des Königs“ verstorben sei, während andere die Formulierung „zwei Tage nach der Beerdigung ihres Bruders“ hervorheben. Tatsächlich widersprechen sich beide Versionen nicht: Sie rechnen die Frist von unterschiedlichen Ereignissen ab – vom Ableben des Monarchen (28. August) und vom Datum seiner Beerdigung (9. September). Der Unterschied ist rein redaktioneller Natur und weist nicht auf einen Fehler in den Daten hin.

Biografie und Rolle in der Königsfamilie

Astrid wurde 1932 in Oslo geboren. Ihre Jugend und frühen Jahre fielen in die Zeit des Zweiten Weltkriegs: Zusammen mit ihrer Familie verließ sie das besetzte Norwegen, lebte zunächst in Schweden und dann in den USA. Nach dem Tod ihrer Mutter im Jahr 1954 übernahm die Prinzessin über mehrere Jahre hinweg die Aufgaben der First Lady Norwegens und vertrat die Königsfamilie bei offiziellen Anlässen. 1961 heiratete sie den Unternehmer Johan Martin Ferner und wurde Mutter von fünf Kindern, wobei sie die Verbindung zum Königshaus aufrechterhielt.

Erbe und Kontinuität

Der Tod von Prinzessin Astrid beschließt ein ganzes Kapitel in der Geschichte der norwegischen Monarchie: Sie war eine der letzten lebendigen Schwestern von König Harald V. und ein Symbol einer Generation, die Krieg und Emigration durchlebt hatte. Nun steht König Haakon VIII. an der Spitze des Staates, der im September 2026 den Thron bestieg. Für die Königsfamilie und das Land insgesamt wird der Verlust zweier älterer Familienmitglieder innerhalb weniger Wochen zum Anlass für eine nationale Trauer und eine Neuordnung der öffentlichen Pflichten der verbliebenen Mitglieder des Hauses.