In Kiew ist das groß angelegte interaktive Projekt „Der menschliche Körper' eröffnet worden, das es erlaubt, buchstäblich in den menschlichen Organismus „hineinzuschauen'. Auf einer Fläche von mehr als fünftausend Quadratmetern wurden riesige Modelle von Organen, VR-Zonen und über hundert interaktive Objekte platziert. Laut Angaben der Organisatoren wurde das Projekt am 29. August eröffnet und vereint 50 Exponate und thematische Zonen sowie mehr als 100 interaktive Geräte und verwandelt die Bekanntschaft mit der Anatomie in eine vollständige immersive Reise.
Umfang und Technologien
Der Raum ist um multimediale Technologien, virtuelle Realität und künstliche Intelligenz aufgebaut: Besucher beobachten die Arbeit des Organismus durch riesige 3D-Modelle und interaktive Installationen. Die Organisatoren betonen, dass der Gast hier kein passiver Zuschauer ist, sondern Teilnehmer einer Art Reise durch den menschlichen Körper. Die vollständige Durchlaufzeit der Route beträgt etwa eineinhalb Stunden, was das Format sowohl für Familien- als auch für individuelle Besuche zugänglich macht.
Wichtigste Exponate
Zu den auffälligsten Objekten gehören ein pulsierendes dreimetrebiges Herz, „atmende' Lungen, ein interaktiver Speiseröhrentunnel und der sogenannte „DNA-Baum'. Diese Installationen demonstrieren physiologische Prozesse in vergrößertem Maßstab und verwandeln komplexe biologische Mechanismen in ein spektakuläres und greifbares Erlebnis. Gerade solche Objekte bilden den Kern der Route und bestimmen ihren visuellen und emotionalen Ton.
Kein Anatomiemuseum
Der Gründer von Unipark, Autor und Organisator des Projekts Pogorelko bemerkte, dass die Idee des Raums noch vor dem groß angelegten Einmarsch entstand, als es in der Ukraine keine großen interaktiven Plattformen zu diesem Thema gab. „Für uns ist es wichtig zu betonen: Dies ist kein Anatomiemuseum. Unsere Aufgabe ist es, leicht und fesselnd zu zeigen, wie der menschliche Körper tatsächlich funktioniert. Wenn ein Mensch nach dem Besuch aufmerksamer auf sich selbst achtet, haben wir dieses Projekt nicht umsonst geschaffen', erklärte er. Somit positioniert sich das Projekt als bildungs- und unterhaltungsorientiert und nicht als rein wissenschaftliches Format.
Stars und wissenschaftliche Expertise
Eine Besonderheit des Raums sind Selfie-Avatare bekannter Ukrainer – des Boxers Alexander Hvozdyk und des Basketballers Wjatscheslaw Krawzow. An der Vertonung der Exponate beteiligten sich eine Reihe von öffentlichen Persönlichkeiten: Masha Jefrosinina, Olha Sumskaja, Olya Polyakowa, Pawel Sybrov, KAZKA, Anatoli Anatolitsch, Lilia Rebrjuk, Wladimir Horjansky, Wadim Oleinik, Garik Korogodski, Alexander Pedan, ONUKA, Timur Mischtschenko und Dasha Trehubowa. An der Erstellung der Exponate waren medizinische und wissenschaftliche Fachleute beteiligt: Botschafter der Herzzone wurde der Herzchirurg und Transplantologe Boris Todorow, und Hauptmedizinalpartner des Projekts ist das Herzinstitut des ukrainischen Gesundheitsministeriums.
Pläne und weiteres Format
Am Standort sind Vorträge von Ärzten und Wissenschaftlern, Bildungsprogramme für Kinder und Erwachsene sowie soziale und wohltätige Initiativen geplant. Dies verwandelt „Der menschliche Körper' von einer einmaligen Ausstellung in eine sich ständig weiterentwickelnde Bildungsplattform, die Unterhaltung, Technologie und Gesundheitsaufklärung verbindet.