Am 24. Juni 2026 starteten die Unternehmen RHINOSHIELD und Sent Into Space vom schwedischen Raketenstandort Esrange Space Center einen Stratosphärenballon, an Bord dessen sich ein iPhone 17 Pro befand, das ausschließlich durch die Hülle AirX geschützt war. Das Gerät stieg auf eine Höhe von 30.607 Metern auf – mehr als dreimal höher als die Reiseflughöhe von Passagierflugzeugen und fast viermal höher als der Gipfel des Everest – und vollführte anschließend rund 25 Minuten freien Fall ohne einen einzigen Fallschirm. Laut Angaben der Pressestelle des Guinness-Buchs der Rekorde, auf die RBC-Ukraine verweist, überstand das Smartphone extreme Kälte von bis zu −60 °C sowie einen plötzlichen Druckabfall der Atmosphäre und behielt seine volle Funktionsfähigkeit, was die offizielle Feststellung eines neuen Weltrekords ermöglichte.

Start vom geschlossenen schwedischen Standort

Der Teststart wurde auf dem Gebiet des Esrange Space Center durchgeführt – einer geschlossenen Zone mit einer Fläche von mehr als 5000 Quadratkilometern in Schweden, was die Sicherheit des Experiments und die Möglichkeit, das Gerät in einer unbewohnten Gegend zu finden, garantierte. Vor der Verbringung nach Schweden durchliefen das Smartphone und die Hülle eine Reihe von Laborprüfungen: Simulation von Stratosphärenfrösten bis −60 °C, Druckkammertests auf Beständigkeit gegenüber plötzlichen Druckabfällen und Drop-Tests. Während die Standardprüfungen aus einer Höhe von 1,2 Metern durchgeführt wurden, wurde die AirX-Serie aus dem sechsten Stock des Büros – etwa aus 23 Metern – geworfen. Der Stratosphärenstart übertraf diese Höhe um mehr als das Tausendfache und verwandelte das Laborprotokoll in ein reales Extrem-Szenario.

Warum ohne Fallschirm: strenge Regeln des Rekords

Entscheidend für den Charakter des Experiments waren die strengen Anforderungen des Guinness-Buchs der Rekorde: Die Verwendung von Fallschirmen, Thermoisolierung oder zusätzlichen Dämpfungsbehältern war strengstens verboten. Die Hülle musste zuerst auf die Erdoberfläche aufprallen, das heißt, die gesamte Belastung beim Sturz lag unmittelbar auf der Schutzhülle. Genau das macht den Start zu einem objektiven Festigkeits-Test und nicht zu einer Demonstration mit „Absicherung“, und genau deshalb hat das Ergebnis Bedeutung für die Bestätigung des Rekords.

Ingenieurleistung der Hülle AirX und der Fokus auf Recycling

Das Modell AirX wurde mehr als ein Jahr lang in den Laboren des Unternehmens entwickelt, und die Ingenieure ließen sich von Autosicherheitsairbags und Dämpfungseinsätzen in Sportschuhen inspirieren. Das wichtigste technologische Merkmal der Serie ist die Verwendung eines Monomaterials, also einer homogenen Konstruktion, die die Hülle nach Ablauf ihrer Lebensdauer zu 100 Prozent für das Recycling geeignet macht. Die Entwickler betonen, dass sie mit dem Rekord den hartnäckigen Mythos von der Fragilität umweltfreundlicher Produkte zerstören und den praktischen Vorteil des Konzepts der Kreislaufwirtschaft demonstrieren wollten, bei dem die Recyclingfähigkeit nicht auf Kosten der Festigkeit erreicht wird.

Fünf Minuten... nein, 25 Minuten Sturz und stundenlange Suche

Der freie Fall dauerte etwa 25 Minuten. Aufgrund strenger Gewichtslimits des Hubschraubers flogen nur vier Personen zur Suche: zwei Ingenieure von Sent Into Space mit Trackern und zwei Kameraleute. Obwohl der Tracker den Suchradius auf zwei Kilometer eingrenzte, erforderte das schwierige Gelände der unbewohnten Gegend mehr als fünf Stunden, um das Smartphone zu finden. Am Ende wurde das Gerät ohne Anzeichen äußerer Beschädigung gefunden, was die erste praktische Bestätigung der Effektivität der Hülle unter realen und nicht Laborbedingungen war.

Bestätigung des Rekords und Funktionsprüfung

Juliette Dawson, Vertreterin des Guinness-Buchs der Rekorde, bestätigte, dass das iPhone 17 Pro nach dem Stratosphären-Test seine gesamte Funktionsfähigkeit behielt: Der Bildschirm reagierte auf Berührungen, die Kameras funktionierten, und vom Gerät aus gelang ein Anruf. Der Rekord wurde also nicht nach formalem Höhenkriterium festgehalten, sondern nach der Gesamtheit der Bedingungen – fehlender Fallschirm, direkter Aufprall der Hülle auf die Erde und erhaltene Funktionsfähigkeit des Geräts. Für den Zubehörmarkt bedeutet dies, dass eine auf Recycling ausgerichtete Schutzhülle eine Belastung aushalten kann, die zuvor als zerstörerisch für Elektronik galt.