Angesichts der Tatsache, dass Samsung seit Jahren die Hardware und das Aussehen seines Flaggschiff-Smartphones kaum aktualisiert hat, bereitet der koreanische Tech-Riese für die Galaxy-S27-Serie eines der umfangreichsten Redesigns in der Geschichte der Serie vor. Laut dem renommierten Insider Ice Universe wird das Top-Modell Galaxy S27 Ultra das Erscheinungsbild der Rückseite grundlegend verändern: Anstelle der gewohnten einzelnen Metallringe um jede Linse wird auf dem Gerät ein massives Insel-Platau erscheinen, das visuell an die im iPhone 17 Pro umgesetzte Lösung erinnert. Der Wechsel zu einem einheitlichen erhöhten Modul ist laut Analysten durch die Notwendigkeit bedingt, größere Akkus unterzubringen und einen magnetischen Ring für die Qi2-konforme drahtlose Ladung einzubauen – eine Funktion, die Samsung in ihren Flaggschiffen bisher nicht angeboten hat.
Zwei Gehäusegrößen: Ultra oder Pro?
Neben der Änderung der Kamerablock-Form deuten die vom Insider Sonny Dixon veröffentlichten Zeichnungen darauf hin, dass das Galaxy S27 Ultra möglicherweise in zwei Gehäusegrößen erscheinen wird. Bisher sind sich die Experten nicht einig: Es könnte sich um zwei Versionen des Ultra handeln (z. B. Ultra und Ultra Mini) oder darum, dass die kompaktere Variante ein eigenständiges Galaxy S27 Pro sein wird. Offizielle Bestätigungen von Samsung zu dieser Frage liegen bislang nicht vor, und die finale Konfiguration der Serie wird erst näher am Anschlag bekannt werden.
Was sich an der Kamerasystematik ändert
Das wichtigste technische Neuerung wird der Verzicht auf den veralteten 3-fachen 10-Megapixel-Teleobjektiv und den alten Hauptsensor ISOCELL HP2 sein. An deren Stelle plant Samsung die Einführung eines einheitlichen 200-Megapixel-Moduls ISOCELL HPC, das sowohl für die Hauptaufnahmen als auch für einen hochwertigen optischen/hybriden Zoom im Bereich von 3- bis 5-fach verantwortlich sein wird. Diese Lösung ermöglicht es, den Kameraaufbau zu vereinfachen, die Anzahl der einzelnen Linsen zu reduzieren und damit Platz im Gehäuse für Akku und drahtloses Ladesystem freizugeben. Auf den Zeichnungen ist unter den Kameramodulen zudem ein großes rundes Ring zu sehen, das für die Qi2-drahtlose Ladespule zuständig ist.
Der Rest der Serie behält das gewohnte Design
Für die günstigeren Modelle der Serie sind hingegen keine grundlegenden äußeren Änderungen geplant. Wahrscheinliche CAD-Renderings des Galaxy S27, Galaxy S27+ und Galaxy S27 Pro, die im Netz Weibo veröffentlicht wurden, zeigen einen traditionellen vertikalen Block mit drei separaten Kameras, der stilistisch den aktuellen Modellen der Galaxy-S26-Serie ähnelt. Damit setzt Samsung auf eine visuelle Differenzierung gerade des Top-Modells Ultra und lässt den Rest der Serie im wiedererkennbaren Familiendesign.
Widersprüchliche Angaben
Die größte Unstimmigkeit in den vorliegenden Informationen betrifft die Interpretation der zwei Gehäusegrößen. Einerseits deuten die Zeichnungen von Sonny Dixon direkt auf zwei Varianten des Galaxy S27 Ultra hin. Andererseits vermuten einige Experten, dass das kompaktere Gehäuse nicht eine «Mini-Version» des Ultra, sondern ein eigenständiges Galaxy S27 Pro sein könnte, das formal nicht zur Ultra-Serie gehört. Solange Samsung keine offizielle Nomenklatur vorgestellt hat, bleiben beide Versionen gleichberechtigt. Zusätzliche Unsicherheit bringt auch die Frage, ob das Insel-Platau der Kameras in identischer Form auf beiden Größen umgesetzt wird oder die kompakte Variante ein vereinfachtes Modul erhält.
Ankündigungszeitraum und Kontext
Die offizielle Vorstellung der Galaxy-S27-Serie wird Anfang 2027 erwartet, was dem traditionellen Update-Zyklus der Samsung-Flaggschiffe entspricht. Für das Unternehmen wird das Redesign des Ultra zur Antwort auf die Kritik am jahrelang konservativen Umgang mit dem Aussehen und der Hardware des Flaggschiffs: Während die Konkurrenten aktiv mit Formfaktoren und Kamerasystemen experimentierten, behielt Samsung seit 2022 dieselbe Anordnung bei. Der Wechsel zum Insel-Platau und die Integration von Qi2 sind im Grunde der Versuch, die Marktstandards einzuholen, die bereits von Apple und Google vorgegeben werden.